Das Abfischen will einerseits gut vorbereitet sein und verlangt dann andererseits eine gehörige Portion Kraft. Das führten die Petrijünger des Fischclubs Marktschorgast den Zuschauern am Wolfgangsteich vor Augen.

Bei der Aktion spielte das Zugnetz eine wichtige Rolle. Drei auf 30 Meter groß ist das Exemplar. Es in Position zu bringen, verlangt schon ein gewisses Geschick, besonders wenn der Teichrand stellenweise noch mit Schilf bewachsen ist.

Dafür, dass das Gewässer frei von jungen Pflanzen war, hatten Graskarpfen im mit Forellen besetzten Teich gesorgt. So konnten die Petrijünger das Netz mit Schwimmer und Stahlseil behutsam über den Teichgrund ziehen. "Dabei sind starke Arme notwendig, um die Fische im Zugnetz ans Ufer zu ziehen", sagte Fischerkönig Ronald Janeck.

Forellen und Graskarpfen fischten die Petrijünger dann mit dem Kescher aus dem Zugsack und setzten den Fang in die mitgebrachten Becken, in die eine Pumpe ständig frisches Wasser förderte. "Nicht nur die Forelle, auch der Graskarpfen ist eine Delikatesse", sagte Manfred Löw, Ehrenmitglied und langjähriger Vorsitzender des Fischclubs Marktschorgast. Und Teichwirt Wolfgang Maisel verriet: "Graskarpfenfilet ohne Gräten ist ein besonderer Genuss und lässt sich leicht essen. Das schätzen vor allem ältere Leute". Prei.