Marktschorgast — Marktschorgast hat sich für eine dezentrale, erneuerbare Nahwärmeversorgung entschieden. Rund 85 Bürger beziehen ab Sonntag, 29. November, regenerativ erzeugte Wärme aus der Region. Wie die Genossenschaft Zukunftsenergie Marktschorgast mitteilt, ist das Heizhaus fertiggestellt und die Heizkessel werden angeschürt.
Da das Nahwärmenetz mit regenerativen Energieträgern gespeist wird, leiste die Gemeinde einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Wärmewende. Insgesamt werden die Wärmekunden mit rund 2,4 Millionen Kilowattstunden erneuerbarer Wärme versorgt, womit die Gemeinde umgerechnet über 700 Tonnen CO2 und eine Heizölmenge von 270 000 Litern im Jahr einspart.
Außerdem würden die Bürger Marktschorgasts von langfristig kalkulierbaren Heizkosten profitieren, Umwelt und Natur schonen und die regionale Wertschöpfung fördern, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Nicht zuletzt mache sich die Gemeinde Marktschorgast unabhängiger von Heizöl und anderen fossilen Energieträgern.
Das "Anschürfest" findet am Sonntag, 29. November, von 15 bis 19 Uhr am neuen Heizhaus in der Bahnhofstraße 9 direkt oberhalb des Sportplatzes in Marktschorgast statt.
Neben Vertretern aus Politik und Verwaltung wird auch Thomas E. Banning, Vorstandsvorsitzender der Naturstrom AG, anwesend sein. Experten führen durch das Heizhaus und beantworten den Besuchern alle Fragen rund um das Thema Nahwärme. Im beheizten Zelt gibt es Musik und Verpflegung, und auch für Unterhaltung der kleinen Gäste wird gesorgt. red