Kulmbach — Mit zweiwöchiger Verspätung - die Partien in Engelmannsreuth und gegen Katschenreuth fielen den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer - bestreitet der FC Marktleugast endlich sein erstes Punktspiel 2015 in der Fußball-Kreisliga Bayreuth/Kulmbach. Und das hat es gleich in sich, muss doch der Spitzenreiter im Schlagerspiel am Sonntag beim Fünften SC Altenplos antreten.
Auch für den VfR Katschenreuth ist die viermonatige Pause beendet. Das Team von Trainer Detlef Zenk, das ohne Verschulden von Platz 2 auf 4 zurückgefallen ist, erwartet am Sonntag den nur zwei Zähler schlechteren FC Creußen (6.).
Heimrecht genießt auch der TSV Thurnau (11.). Nach der 1:6-Pleite beim TSV St. Johannis hat sich der Erfolgsdruck auf die abstiegsgefährdeten Dreßel-Schützlinge vor dem Duell mit dem SV Gesees (8.) wieder erhöht.
Noch schlechter steht es um den TDC Lindau, dem fünf Zähler auf einen Relegationsplatz fehlen. So muss im Kellerduell am Sonntag beim abgeschlagenen Schlusslicht ASV Oberpreuschwitz unbedingt ein Sieg her.


SC Altenplos (5.)-
FC Marktleugast (1.)
Die Schützlinge von Trainer Ralf Ohnemüller sind mit zwei Spielen im Rückstand, haben aber dennoch gegenüber dem Tabellenzweiten TSV St. Johannis Bayreuth einen komfortablen Vorsprung von neun Punkten. Lange Zeit galt die Elf von Spielertrainer Florian Gogolok als der hartnäckigste Verfolger des FC Marktleugast, doch schon vor der Winterpause geriet Sand ins Getriebe der Bayreuther Vorstädter. Auch die beiden ersten Partien nach der Winterpause gingen verloren. Doch weil angeschlagene Boxer bekanntlich besonders gefährlich sind, müssen die Marktleugaster auf der Hut sein.
Ohnemüller hat beide Altenploser Partien gesehen: "Die Altenploser haben derzeit einen Negativlauf und stehen natürlich gegen uns unter Druck. Meine Mannschaft ist heiß, dass es endlich losgeht. Wir werden alle Energie in dieses Spiel reinhauen. Bei einem Sieg sind wir unserem Ziel, dem Aufstieg, ein weiteres Stück näher."
Personell hat der FC Marktleugast keine Sorgen, lediglich Spielertrainer Ohnemüller plagt sich mit einer starken Erkältung herum. Rei.


VfR Katschenreuth (4.) -
FC Creußen (6.)
"Meine Mannschaft brennt darauf, dass es wieder losgeht", sagt auch Katschenreuths Trainer Detlef Zenk. Er war aber heilfroh, dass das Top-Duell am vergangenen Samstag beim Spitzenreiter FC Marktleugast ausgefallen ist: "Wir hatten eine Vielzahl von Spieler, die verhindert, verletzt oder erkrankt waren. Es ist jetzt wieder eine Entspannung eingetreten, auch wenn der eine oder andere Spieler noch Trainingsrückstand hat." Am Sonntag empfängt der VfR den FC Creußen, der mit einem Sieg den VfR sogar in der Tabelle überholen könnte. Doch die Katschenreuther brauchen selbst drei Punkte im Kampf um den Relegationsplatz 2. Detlef Zenk sagt: "Wir haben jetzt noch elf Endspiele vor uns. Creußen ist der erste starke Gegner, der sehr viele offensive Optionen und auch individuelle starke Spieler hat, die zum Teil auch schon höherklassig gespielt haben." Verzichten muss der VfR morgen auf Pascal Kolb (Fingerverletztung) und Moritz Amon (krank). Rei.


TSV Thurnau (11.) -
SV Gesees (8.)
Ein ganz wichtiges Spiel steht für den TSV Thurnau (11.) am Sonntag um 15 Uhr auf dem Programm. Der TSV empfängt den SV Gesees (8.) im Aubachstadion. TSV-Coach Marco Dreßel fordert "eine Trotzreaktion", denn seine Mannschaft ging jüngst beim TSV St. Johannis Bayreuth (2.) mit 1:6 unter. "Es war sehr enttäuschend", beschreibt der Thurnauer Übungsleiter die Leistung seiner Jungs. Er spricht zwar auch von einem "richtig guten Gegner", doch sein Team hätte "in keiner Weise die Zweikämpfe angenommen". Hinzu kam, dass auch noch "die nötige Laufbereitschaft fehlte" und seine Mannschaft auch "gedanklich nicht auf der Höhe" war. Doch in Thurnau will man dieses Spiel vergessen und sich am Sonntag bei den Geseesern für die 1:5-Klatsche im Hinspiel "revanchieren". "Ich hoffe, meine Mannschaft ist sich dem Ernst der Lage bewusst", so ein besorgter Marco Dreßel, dem vor allem die "Siege der Konkurrenz hinter uns" nicht gefallen haben. Sicher nicht dabei sein werden Kai Mönch (privat verhindert) und Pierre Aepfelbach (beruflich verhindert). Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Alessandro Statile und Andreas Reuther. nd


ASV Oberpreuschwitz (16.) - TDC Lindau (15.)
Das Debüt von Stephan Dippold als Lindauer Trainer ist aus seiner Sicht geglückt. Trotzte doch sein TDC daheim dem BSC Saas Bayreuth II (9.) ein 1:1-Unentschieden ab. "Wir haben gegen eine sehr spielstarke Mannschaft gespielt", blickt Dippold zurück. Die Bayreuther konnten auch auf "Ergänzungsspieler aus der ersten Mannschaft" zurückgreifen, denn die Landesliga-Truppe spielte bereits einen Tag zuvor. Nun geht es für die Lindauer am Sonntag um 15 Uhr im Kellerduell beim ASV Oberpreuschwitz (16.) um sehr viel. Stephan Dippold fordert von seinen Jungs, "ganz unpragmatisch" in die Partie zu gehen, auch wenn ihm bewusst ist, dass es "ein Sechs-Punkte-Spiel" ist. Erfreulich für den TDC ist die Tatsache, dass außer dem langzeitverletzten Nico Merklein (Schambeinentzündung) alle Mann an Bord sind. nd