von unserem Mitarbeiter hanns Friedrich

Bad Königshofen — Zum Großteil genehmigt hat der Ausschuss für Bauwesen, Umwelt und Verkehr der Stadt Bad Königshofen die Bauanträge in seiner jüngsten Sitzung.
Diskussionen rankten sich um den geplanten Umbau und eine Erweiterung einer Netto-Verkaufsstelle mit Errichtung einer Werbeanlage am Hohen Markstein. Der Betreiber will die bisher als Parkplatz genutzten Flächen zwischen Nettomarkt und Takko überbauen. Die Planung sieht nach der Erweiterung des Netto-Marktes eine Verkaufsfläche von insgesamt 1082,15 Quadratmetern vor (bisher 713,62 Quadratmeter).
In der derzeitigen Planung werden 91 Stellplätze nachgewiesen. Nach der städtischen Stellplatzsatzung sind jedoch 100 Stellplätze herzustellen. Darauf bestanden dann auch die Ausschussmitglieder und nannten die notwendige Ablösesumme für neun Stellplätze, die durch den Überbau verloren gehen. Grund für die Entscheidung: Man befürchtet Präzedenzfälle. Ein Stellplatz ist mit 3 250 Euro abzulösen.

Scheune in desolatem Zustand

Stadtrat Anton Fischer sprach die Werbeanlage an, die genau im Sichtdreieck zur Ottelmannshäuser Straße stehen würde. Man sollte beachten, dass hier Feuerwehrfahrzeuge herausfahren, aber auch, wie Philipp Sebald anfügte, der Schwerlastverkehr. Dem Antragsteller wurde deshalb empfohlen, die Werbeanlage, wie beim gegenüberliegenden E-Center, etwas zurückzusetzen. Neben weiteren Bauanträgen ging es schließlich Stadtrat Klaus Ebner noch um die Scheune in der Zeughausstraße. Diese befindet sich in einem desolaten Zustand und wurde deshalb von der Stadt mit Hinweisschildern und Bändern abgesperrt. Mittlerweile ist die Scheune verkauft. Klaus Ebner bemängelte, dass das Gras an dem Gebäude meterhoch steht und die Absperrung durch die Stadt eigentlich weggenommen werden sollte. Dazu müsste mit dem Besitzer gesprochen werden. Dem stimmten die Ratsmitglieder zu. Letztendlich sei das Aussehen kein Aushängeschild für eine Kurstadt.