Nach der langen Wettkampfpause aufgrund der Corona-Krise richtete die LG Regensburg als einer der ersten Vereine in Deutschland Mittel- und Langstreckenrennen auf der Bahn aus. Die Läuferinnen und Läufer der LG Bamberg stellten dabei ihre ausgezeichnete Form unter Beweis.

Beim Hauptprogramm des Mittsommerlaufs gab es vier separate 10 000-Meter-Rennen mit jeweils 25 Läufern. Im Eliterennen war Mario Wernsdörfer mit von der Partie. Vom Start weg führte er bis Kilometer 8 durchgehend die zweite Verfolgergruppe des Feldes an. Diese schrumpfte im Laufe des Rennens von sechs auf lediglich zwei. Der Bamberger zog enorm gleichmäßig seine Runden und hatte einen Schnitt von 2:58 Minuten auf 1000 Meter. Kurz vor Schluss musste er seinen letzten Mitstreiter der Verfolger noch ziehen lassen, wurde aber nicht langsamer und kam als Zehnter in 29:40,36 Minuten ins Ziel.

Unter magischer Marke

Somit stellte Wernsdörfer nicht nur eine neue persönliche Bestzeit auf, sondern lief das erste Mal unter die "magische" 30-Minuten-Marke und erzielte damit die zweitschnellste jemals von einem Bamberger gelaufene Zeit über diese Distanz. Lediglich Karl-Ulrich Freitag, der oberfränkische Rekordhalter, war vor 46 Jahren noch schneller.

Im Vorprogramm des Mittsommerlaufs starteten Emma Lindner und Sara Weichert über 800 Meter. Die 13-jährige Emma imponierte mit einem Start-Ziel-Sieg in der W14 in 2:18,37 Minuten. Damit liegt sie nur noch eine gute halbe Sekunde über dem oberfränkischen Rekord von Karin Eller (1980), der dieses Jahr noch fallen dürfte. Sara Weichert übernahm 200 Meter vor dem Ziel die Führung, welche sie mit einem beherzten Schlussspurt nicht mehr hergab. Mit der neuen persönlichen Bestzeit von 2:14,35 Minuten wurde sie in der Gesamtwertung der Frauen Zweite.

Julia Barth wird abgefangen

Julia Barth führte über 2000 Meter der U16 das Feld lange an, wurde aber im Schlussspurt knapp von Franziska Drexler aus Passau überholt und wurde Zweite in der W14. Ihre permanente Führungsarbeit wurde aber mit einer Zeit von 6:34,63 Min. und einem neuen oberfränkischen Rekord belohnt.

Julias Schwester Anna Barth bestätigte mit 6:44,03 Minuten ihre sehr gute Bestzeit aus dem Vorjahr und freute sich über Rang 3. Jule Linder (6:52,39) und Theresa Andersch (6:53,97) unterboten mit ihren neuen Bestzeiten die Kadernorm deutlich und belegten die Plätze 4 und 5 in der W14. Anna Betz machte eine zu starke Vorbelastung zu schaffen. Trotzdem gelang ihr mit 7:20,64 und Rang 6 in der W15 noch ein ordentlicher Lauf. hw