Der letzte Bordabend der Kulmbacher Marinekameradschaft stand ganz im Zeichen des 25-jährigen Bestehens des Marineheims. Zweiter Vorsitzender Karl-Heinz Methner konnte für den erkrankten Vorsitzenden Klaus Baudisch hierzu nicht nur OB Henry Schramm und stellvertretenden Landrat Jörg Kunstmann, sondern auch eine Abordnung der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Kulmbach-Plassenburg begrüßen.
"Bordpfarrer" Rainer Pajonk übernahm nicht nur das Gedenken an die verstorbenen Kameraden, sondern spendierte mit seiner Frau Gisela auch ein leckeres Abendessen, das allen vorzüglich schmeckte.
Im Anschluss ließ Schriftführer Jörn Hottung die vergangenen 25 Jahre Revue passieren. "Die Kameradschaft hatte immer die richtigen Männer am Ruder", sagte er. Fast 40 Jahre habe Franz Reiter der Gemeinschaft vorgestanden, ab 2003 folgte Klaus Baudisch. Beide hätten den Kontakt zu den ehemaligen Patenbooten "Atair" und "Kulmbach" sowie zur Stadt Kulmbach nie abreißen lassen.
Weiter erläuterte Jörn Hottung, wie die Marinekameradschaft zu ihrem jetzigen Heim kam. "Als feststand, dass die Sandlerhalle abgerissen werden sollte, haben wir unsere elfte Bleibe verloren. Der Bau eines Eigenheims war aus finanziellen Gründen damals nicht möglich." Eine Gaststätte als Vereinsheim wäre zwar denkbar gewesen, aber maritime Utensilien hätten dort nicht angebracht werden können.
Schließlich wurde 1990 der Marinekameradschaft das Haus in der Negeleinstraße von der Stadt zum Ausbau angeboten. "Das Haus war in einem ziemlich desolaten Zustand und musste vollkommen saniert werden", sagten Zeitzeugen.
Unterstützung habe man von der Stadt Kulmbach und der damalige Reichelbräu erhalten. "Unbeirrbar haben dann die Kameraden insgesamt über 1800 Stunden gearbeitet, und so ist nach monatelangem Werkeln und im Glauben an das Gelingen des Werkes dieses schmucke Heim entstanden", sagte der Schriftführer. Mit Bernhard Lux gebe es noch einen Kameraden, der damals aktiv beteiligt war.
Oberbürgermeister Henry Schramm zollte der Marinekameradschaft für die Renovierung des Heims vor 25 Jahren großen Respekt. Die Stadt Kulmbach habe die Mitglieder immer gerne unterstützt. Nach seinen Worten stellt die Verlängerung des Nutzungsvertrages kein Problem dar.
Stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann verwies auf viele schöne Veranstaltungen. Eine Stadt lebe von solchen Vereinen.
Als Geburtstagsgeschenk überreichten Schramm und Kunstmann der Marinekameradschaft eine Spende. Zweiter Vorsitzende Karl-Heinz Methner bedankte sich unter großem Beifall der Anwesenden recht herzlich.
Zurzeit gibt es Überlegungen, die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Kulmbach-Plassenburg mit der Marinekameradschaft von 1919 zu fusionieren. Beide Vereine würden dann das jetzige Marineheim gemeinsam nutzen.
Abschließend sprach der Schriftführer eine Einladung an alle Interessierten aus. Gäste seien an jedem zweiten Samstag des Monats ab 19 Uhr im Marineheim jederzeit herzlich willkommen. red