"Purer Frohsinn" ... ist der Titel der Sonderausstellung, die noch bis zum 30. August im Zweiländermuseum Rodachtal in Streufdorf zu sehen ist. "Purer Frohsinn" ... ist die Antwort auf die Frage, warum sie Detailfotografien zu großformatigen Collagen arrangiert. Annette Mann hat ein besonderes Gespür für interessante Muster, Augenblicke und Farbspiele. Es sind die besonderen Details, Widersprüche zwischen Modern und Alt, Handwerkskunst am Bau, die sie reizen, sie festzuhalten. Diesen beglückenden Moment beim Entdecken eines Motivs, als hätte frau einen Schatz gefunden, kennen sicher viele Fotografierende.

Auch das Gestalten, die Fotos in einen neuen Zusammenhang zu führen, ist eine heiter erfüllende Arbeit. Seit 2017 verwebt die Hobby-Fotografin aus Themar Fotos aus ihrem Reise-Bilderarchiv zu stimmungsfrohen Collagen, die inspirieren. Auf diese Weise sind zehn Werke in der Größe von einem mal einem Meter - Hochglanzfotos auf Acrylglas - entstanden, die nun im Zweiländermuseum in Streufdorf zu bestaunen sind. "Die Collage ist für mich ein wunderbares Mittel, ein neues Ganzes zu schaffen", beschreibt Annette Mann ihre Motivation. Ihr Partner Karl-Heinz Bock übernimmt die endgültige, millimetergenaue Ausrichtung der arrangierten Fotos auf jeder Collage. Auch unterstützt er bei Transport und Aufbau der großformatigen Bildertafeln aus diesem ganz außergewöhnlichen Material. "Lassen Sie die wunderschönen Kunstwerke auf sich wirken und vielleicht verfallen auch Sie in puren Frohsinn", heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde Straufhain zu dieser Sonderausstellung.

Neben dieser Collagen-Schau zeigt ein Rundgang durch das Museum mit Hilfe von Bildern, Erläuterungen, Filmen und Exponaten die spannende Geschichte des 20. Jahrhunderts im Rodachtal. Beginnend mit der Monarchie unter Kaiser Wilhelm II. führt die Zeitreise über den Ersten und Zweiten Weltkrieg bis in die heutige Zeit. Besonderes Augenmerk gilt der schicksalhaften Teilung Deutschlands und dem darauf folgenden Leben auf beiden Seiten des unüberwindbaren Grenzzaunes bis hin zur glücklichen Wiedervereinigung 1989. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Geschichte der Menschen in den Dörfern und kleinen Städten des Rodachtals.

Das Team vom Zweiländermuseum in Streufdorf freut sich auf den Besuch eines aufgeschlossenen, kunstinteressierten Publikums. red