Am 3. September begingen die Malteser weltweit den 900. Todestag ihres Ordensgründers, des selig gesprochenen Gerhard. Im weltweiten Verbund der Malteserfamilie feierten auch die Malteser im Erzbistum Bamberg mit einem feierlichen Gedenkgottesdienst im Bamberger Dom.

Geboren um 1040 in Scala, einem nahe Amalfi in Süditalien gelegenen Dorf, machte Gerhard sich in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts auf, um in Jerusalem in dem Hospital im Umfeld der Marienkirche S. Maria Latina zu arbeiten. Das Hospital hatten Kaufleute aus Amalfi zur Aufnahme von Pilgern und zur Behandlung von Kranken eingerichtet. Mit Gleichgesinnten gründet der Selige einen religiösen Orden, der dem Heiligen Johannes dem Täufer gewidmet ist. Papst Paschalis II. erkannte am 15. Februar 1113 die Mönchsgemeinde offiziell als religiösen Laienorden an und schrieb die Souveränität und Unabhängigkeit des Malteserordens fest. Trotz seiner wechselvollen Geschichte sind seine Aufgaben gleichgeblieben: Hospitaldienst und militärischer Schutz der Kranken und Pilger.

Der 1953 in Deutschland durch Malteserorden und Caritas gegründete Malteser Hilfsdienst ist als Hilfsorganisation in der Diözese Bamberg an sieben Standorten mit verschieden Diensten mit insgesamt rund 850 Ehrenamtlichen und 500 angestellten Mitarbeitern tätig.

Im sozialen Ehrenamt gehören Besuchs- und Begleitdienste für Senioren, Angebote für dementiell Erkrankte, der telefonische Patenruf gegen Einsamkeit, Integrationsangebote für Geflüchtete oder auch der Herzenswunschkrankenwagen in sein Portfolio.

Circa 1800 ordentliche Mitglieder und 21 000 Fördermitglieder tragen mit ihren Mitgliedsbeiträgen die Arbeit des Verbandes. red