Kleidungen verhüllen, verdecken, verändern sowohl Gegenstände als auch Menschen. Sie verändern die äußere Form, die Farbe, das Erscheinungsbild und verdecken so manch unschöne Ecke. Verkleidungen schützen, Dinge und Menschen, vor Stößen, vor Kälte, vor fremden Blicken: Nach längerer Pause ist in diesem Sommer der Verein Filznetzwerk wieder mit einer Filzkunstausstellung unter dem Titel "(Ver)Kleidung" von Freitag, 14. August, bis Sonntag, 13. September, zu Gast im Pfalzmuseum Forchheim.

Am Mittwoch, 9. September, um 19 Uhr führt die Heroldsbacher Filzgestalterin Barbara Eichhorn durch die Ausstellung (Führungsgebühr 7 Euro, Anmeldung im Pfalzmuseum unter Telefon 09191/714-326 oder per E-Mail unter kaiserpfalz@forchheim.de.

Das Thema Verkleidung hat viele Aspekte, mit denen sich die Filzkunstausstellung beschäftigt. Dabei zeigen sich die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von handgefertigtem Filz, die von hauchzarten Kleidungsstücken bis zu robusten, belastbaren Schutzhüllen jeglicher Art reichen können.

Den ausstellenden Filzerinnen ist daran gelegen, den Besuchern dieser Sonderausstellung ihr besonderes Material und seine Einsatzmöglichkeiten näherzubringen.

Da Schafwolle aus der Textilherstellung nicht mehr wegzudenken ist, bereichert sie als Gewebe, als Gestrick und eben als Filz den Alltag. Und dann bietet sie immer auch den kundigen Händen der Handwerker die Möglichkeit, Gebrauchsfähigkeit mit künstlerischem Ausdruck zu verbinden. Ob in Naturtönen oder leuchtenden Farben gehalten, immer wirkt Wolle - als Filz weiterverarbeitet - warm, organisch und lebendig.

Der Verein Filznetzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit freien Künstlern, Filzhandwerkern, Dozenten und Ausbildern die Vielfalt des gestalteten Filzes und seine Einsatzmöglichkeiten bekannter zu machen. Er nimmt Bezug auf die kulturhistorischen Wurzeln und die mannigfaltigen ethnologischen Variationen von Filzprozess und Filzprodukten. red