Die Ortsvereine habe lange darauf hingearbeitet, nun ist es da, das Festjahr "900 Jahre Mainroth". Im Besitzverzeichnis (Urbar) des Dompropstes Eberhard, das ab 1120 entstand, ist Mainroth erstmals urkundlich erwähnt. Dass die Ortschaft noch wesentlich älter ist, stellten Archäologen bei Grabungen in der Pfarrkirche fest. Aber die Mainrother wollten ein "greifbares" Datum für ihre Geburtstagsfeier haben.

Aus dem Urbar geht hervor, dass zu der Siedlung namens "Rode" 30 lehenspflichtige Anwesen zählten. Wo diese Höfe im Einzelnen lagen, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Von dieser Ansiedlung hat sich Mainroth im Laufe der Jahrhunderte zur größten Ortschaft außerhalb der Kernstadt Burgkunstadt entwickelt.

Für einen Festvortrag konnte Bezirksheimatpfleger Professor Günther Dippold gewonnen werden. Die Veranstaltung des Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) findet am Samstag, 25. Januar, ab 19 Uhr im Jugendhaus St. Heinrich, Unterer Berg 4, statt. Dippold ist für seine unterhaltsamen und fesselnden Vorträge bekannt. Man darf gespannt sein, was er aus der 900-jährigen Ortsgeschichte zu berichten weiß.

Eine Ortschronik hat Chronistin Ingrid Kohles zusammengestellt. Darin enthalten sind auch die Erinnerungen einiger Mainrother Bürger an die Lebensverhältnisse am Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Festausschuss lädt zu dieser Auftaktveranstaltung ein. Für die Bewirtung der Gäste sorgt das Jugendhausteam der Pfarrei. koh