Der neue Gedenkstein, der an das gewaltige Steinbruchunglück im Hartsteinwerk Becker in Förtschendorf am 21. März 1963 erinnert, steht nun wieder am Unglücksort. Die Segnung dieses Mahnmals findet durch Dekan Detlef Pötzl am kommenden Sonntag, 4. Oktober, um 16 Uhr statt.

Zum Gedenken an die sieben verschütteten Steinbrucharbeiter hatte Besitzer Georg Carl im Jahre 1988 auf Initiative seines Mitarbeiters Gert Leitz einen Gedenkstein errichten lassen. Im feierlichen Rahmen erhielt dieser Stein damals durch Pater Hubert Merschbrock SAC aus Untermerzbach am Volkstrauertag den kirchlichen Segen.

Nicht einverstanden war die Mehrheit der Förtschendorfer Bürger, dass dieser Stein im Friedhof aufgestellt wurde. Und so wurde er wieder, beschädigt, zurückgebracht. So stiftete der heutige Besitzer des Steinbruchs einen neuen 4,5 Tonnen schweren Gedenkstein, der durch Brückenbauarbeiter mit einem Schwerlastkran an den Ort des Geschehens gesetzt wurde. Auch wurde eine neue Gedenktafel angebracht, die über das Unglück informiert. Dank der Initiative von Frank Kröckel und einigen Helfern konnte dieser Gedenkstein als bleibende Mahnung wieder aufgestellt werden.

Bei dem Unglück im Jahr 1963 hatte sich völlig überraschend ein gewaltiger Erdrutsch im Steinbruch ereignet. Rund 35 000 Kubikmeter Gestein gingen nieder und begruben sieben Arbeiter des Förtschendorfer Hartsteinwerkes. Wj