Arthur stollberger Märchenerzählerin Heidi Andriessens war zu Besuch in der Schlossberg-Grundschule. Sie verstand es in souveräner Manier und interessantem historischen Outfit die Kinder der ersten und zweiten Grundschulklassen in eine ganz andere Welt zu versetzen.

Heidi Andriessens kennt sich in der Grundschule und ihren Schülern bestens aus. Sie war 41 Jahre lang selbst Pädagogin in der ehemaligen Volksschule und weiß die Schüler einerseits durch die vorgestellte Märchenwelt zu fesseln und andererseits stets auf Disziplin zu achten.

Das Wort "früher" spielt bei ihren Erzählungen eine ganz wichtige Rolle. Die Schilderung der damaligen Lebensverhältnisse und der gesellschaftlichen Schichten werden verdeutlicht und durch Wiederholungsfragen gesichert. Sie erzählte von der kargen Lebensweise in früherer Zeit.

Holzschuhe im Winter

Die Schüler erfuhren, dass häufig barfuß gelaufen wurde; im Winter trug man Holzschuhe. Oft seien die Väter unterwegs gewesen, um in der Stadt Arbeit zu finden.

Die Mütter halfen bei den Bauern im Dorf, zum Beispiel beim Brotbacken oder beim Schlachten. Als Gegenleistung erhielten sie Naturalien, wie zum Beispiel einen Laib Brot oder einen Krug Milch, so Andriessens. Die Märchenerzählerin berichtete aber auch davon, wie die Früchte des Waldes verarbeitet wurden.

Am Ende bedankte sich Heidi Andriessens bei den Lehrerinnen Karin Küttner und Ines Bauer. Die Spende, die sie fürs Märchenerzählen erhielt, werde sie dem Würzburger Verein "Fortschritt" zukommen lassen. Dieser hilft Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die an zerebralen Bewegungsstörungen leiden.

Heidi Andriessens arbeitet ehrenamtlich. Sie ist unter anderem Mitglied im Unterfränkischen Erzählkreis und Trägerin des Ehrenzeichens des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt.