Wehe, wenn sie losgelassen! Wenn Frauen ohne Männer Fasching feiern, dann sind sie nicht wiederzuerkennen. Das zeigte sich am Donnerstagabend beim zweiten Weiberfasching des Schwabthaler SV in End. Das närrische Damenvolk brachte das Sportheim gehörig ins Wanken. Männer hatten, außer als Frauen kostümiert, keinen Zutritt, und die Mädels und Frauen vermissten sie wohl auch nicht. Im Gegenteil: Endlich gab es mal Gelegenheit, ungestört und ungeniert zu tanzen und ausgiebig über das andere Geschlecht zu lästern. Erst nach Mitternacht durften sich offiziell die Männer unter die Besucher mischen.

Das starke Geschlecht

Das Sportheim des SSV platzte aus allen Nähten und die Stimmung war schnell auf dem Siedepunkt. Den Beginn machten Elsa (Elfriede Bechmann) und Meuch (Anita Jung). Bei ihrem Vortag erzählten sie, was sie auf ihrer langer Wanderschaft nach "Schwodel" alles so erlebt hatten. "Was wären die Männer nur ohne uns Frauen?", stellten beide in den Raum, auch wenn das starke Geschlecht immer behaupte, das bisschen Haushalt mache sich von allein. Und alle stimmten in den Schlager von Johanna von Koczian aus dem Jahr 1977 kräftig mit ein. "Wer macht denn die ganze Arbeit zu Hause?", fragten sie. Nun bekamen die Männer ihr Fett ab. "Wir sind das starke Geschlecht, und das mit Recht, gut erhalten - ob schlank oder rund, Hauptsache gesund", sangen beide immer wieder und das Frauenvolk stimmte mit ein.

Absoluter Höhepunkt des Abends waren aus Sicht der Frauen die Tanzauftritte der "Hotstepper Reundorf". Für ihre Showeinlagen nahmen sie Anleihen aus dem Film "Top gun" und präsentierten sich als wahre Überflieger in Pilotenkleidung. Wahre Begeisterungsstürme lösten die Auftritte von Michael Franke, Robert Hellmuth, Martin Hellmuth, Günther Hellmuth, Thomas Wagner, Christopher Fischer und Torsten Hellmuth aus, und das närrische Frauenvolk tobte.

"Weiberfasching-Orden" verliehen

Jeder Künstler des Abends bekam den "Weiberfasching-Orden" des SSV. Die kostümierten Frauen hatten ihren Spaß und feierten bis tief in die Nacht. Alleinunterhalter Matthias Martin gab sein Bestes, schickte die tanzfreudigen Mädels und Frauen unerbittlich auf die Tanzfläche oder scheuchte sie in langen Polonaisen durch das Sportheim. Der Weiberfasching läutete rasant den Faschingsendspurt in End ein. Quasi von der ersten Minute an gab das Publikum im sehr gut gefüllten Sportheim Vollgas.

Nina Andert vom Organisationsteam versprach, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen Weiberfasching beim SSV geben werde. Doch zunächst findet am Faschingsdienstag, 25. Februar, ab 14.30 Uhr ein Kinderfasching im Sportheim statt.