Gemeinsam Songwriten und Geräusche ohne Melodie für sogenannte Noise-Musik besprechen - ohne sich zu treffen. Das will die Kampagne "#wirsinddiehaelfte" zum internationalen Weltmädchentag am Sonntag, 11. Oktober, erreichen. Die Idee: Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren aus Mittelfranken dürfen auf kreative Weise einen Tag gemeinsam laut sein und somit ein Zeichen für Gleichstellung setzen. Damit das gelingt, bieten die Verantwortlichen drei digitale Workshops in den Sommerferien an. Landkreis-Gleichstellungsbeauftragte Claudia Wolter ruft insbesondere Mädchen aus Erlangen-Höchstadt auf, sich an der Aktion zu beteiligen.

Gefühle in Sound umsetzen

Nach dem Motto "gemeinsam laut sein" dürfen Mädchen ihre Stimme erheben - oder den passenden Sound dazu finden, um ihre Gefühle zu den Themen Selbstermächtigung und Machtlosigkeit, Gleichberechtigung und Mitsprache zu zeigen: traurig, wütend, freundlich oder einfach entspannt. Die Workshops finden online über den Anbieter "Zoom" unter der Leitung von Elena Steri für den Bereich Songwriting und Carmen Westermeier für den Bereich Noise-Musik. An drei Donnerstagen soll Schritt für Schritt eine gemeinsame Linie für einen finalen Song entstehen.

Der erste Workshop findet am Donnerstag, 6. August, von 14 bis 17 Uhr statt, der zweite am Donnerstag, 27. August, von 10 bis 13 Uhr und der dritte am Donnerstag, 10. September, von 14 bis 17 Uhr. Anmeldung ist unter Angabe des Themenwunschs "Songwriting" oder "Noise-Musik" bis Donnerstag, 30. Juli, beim Bezirksjugendring unter www.bezirksjugendring-mittelfranken.de/index.php?id=1733 oder per E-Mail an info@bezjr-mfr.de möglich. Name, Alter, Postleitzahl und Wohnort sowie Einverständnis der gesetzlichen Erziehungsberechtigten sind notwendig.

"#wirsinddiehaelfte" ist eine Aktion des Netzwerks Mädchenarbeit Mittelfranken, des Bezirksjugendrings Mittelfranken sowie der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten. Sie wollen so auf die Benachteiligung von Mädchen und Frauen in vielen gesellschaftlichen und politischen Bereichen Deutschlands aufmerksam machen, in denen es noch keine tatsächliche Gleichberechtigung gibt. red