"Hausärzte, Fachärzte und Fachkliniken müssen ihre Kompetenzen noch besser bündeln, um noch konsequenter gegen die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) vorzugehen", sagt Dr. Saleh Al Hamoud. "Mit einer engeren und rascheren Vernetzung könnte vielen Patienten noch effizienter geholfen werden." Al Hamoud ist Chefarzt am Lungenzentrum des Bezirksklinikums Obermain in Kutzenberg. Die Klinik ist auf die Behandlung von Erkrankungen der Atmungsorgane, unter anderem COPD und Lungenkrebs, spezialisiert. Die Entstehung beider Erkrankungen wird maßgeblich durch das Rauchen von Tabakerzeugnissen begünstigt.

Holzöfen als Risikofaktor

Aber auch die Luftverschmutzung ist ein Risikofaktor, um im Laufe seines Lebens an COPD zu erkranken. "Oft unterschätzt wird dabei die Gefahr, die gerade in der Winterzeit von mit Holz befeuerten Öfen ausgeht", ergänzt Al Hamoud. "Auch wenn das Brennholz trocken und die Luftzufuhr richtig eingestellt ist, tragen die in Mode gekommenen Holzöfen dazu bei, dass die Belastung mit Feinstaubpartikeln steigt. Auch in der Innenraumluft. Eltern machen sich beim Verbrennen von Holz zu selten Gedanken, was sie ihren Kindern damit antun."

Auch unter diesem Aspekt begrüßt Al Hamoud das Motto des Welt-COPD-Tags am heutigen Mittwoch. Mit "Alle gemeinsam, um COPD ein Ende zu setzen" spricht die Globale Initiative gegen die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (GOLD) die Verantwortung aller Fachleute und Politiker an, sich konsequent und weltweit für Prävention und Früherkennung einzusetzen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird COPD im Jahr 2030 die weltweit dritthäufigste Todesursache sein. red