Kulmbach — Am Sonntag, 28. September, findet in der Auferstehungskirche in Kulmbach ein Konzert mit Heddy Lüdden statt. Um 19 Uhr singt die Sopranistin unter dem Motto "Ich mag keine Oper oder Oper, nein, Danke!”. Das heißt aber nicht, dass man nichts aus Opern hören wird - ganz im Gegenteil: Es wird ein Potpourri von verschiedenen Arien bekannter Opern geben, wie die Künstlerin verrät. "Dazu werden wir Erklärungen abgeben, damit auch jeder Zuhörer versteht, was in der jeweiligen Oper passiert", so Lüdden.
Eine Gratwanderung für die Sopranistin, die davon überzeugt ist, dass viele Leute Vorurteile gegen das Genre Oper haben. "Nur das Wort Oper zu hören, erzeugt bei vielen die Idee, dass es vor allem laut wird und man viel Geschrei hören wird. Deswegen ist dieses Konzert eine Art Herausforderung. Wie kann man die Leute auf den Geschmack bringen", erklärt Lüdden für die die Oper persönlich sehr viel Bedeutung hat. "Meiner Meinung nach ist eine Oper der anspruchvollste Wunsch, alle Sorten von Kunst zusammen zu bringen: Musik, Theater und Literatur. Große Künstler erschaffen Inszenierungen und viele Opern integrieren auch berühmte Ballettensemble und fantastische Chöre. Es gibt Arien, die voller Poesie stecken", schwärmt die gebürtige Argentinierin. "Die Oper erschafft ein Leben, in dem die Musik alles begleitet. Das Wort ist Gesang und hierdurch können die Emotionen bestens ausgedrückt werden und zusätzlich wird alles durch ein Orchester begleitet."
Auch wenn sich dies sehr komplex anhört, so ist die Oper als solche nach Meinung der Sängerin nicht schwer zu verstehen. "Meine Kinder waren bereits mit vier Jahren in einer Oper. Zuerst habe ich ihnen alles erzählt als wäre es ein Märchen. Dann habe ich sie in eine kleine Oper von Puccini mitgenommen. Jetzt bevorzugen meine Kinder zwar andere Musik, aber diese erste Flamme ist niemals erloschen."
Somit bleibt abzuwarten, welch ein spannender Abend auf die Kulmbacher am 28. September in der Auferstehungskirche zukommt. Das Plakat verheißt schon einmal Interessantes. Es ist von dem surrealistischen Maler Rafael Olbinski, der schon viele Plakate für berühmte Opern gemalt hat. Während des Konzerts werden verschiedene Werke von ihm gezeigt. Vielleicht kann das ein oder andere Bild die Fantasie anregen und somit die Musik komplementieren. red