In der Sitzung des Planungsausschusses entscheiden am kommenden Dienstag die Mitglieder die Vorplanung zur Durchbindung des Olympiarings. Wie Bürgermeister German Hacker (SPD) beim Pressegespräch erläuterte, sei mit der Fertigstellung etwa Ende 2018 zu rechnen. Bis zur Vergabe der endgültigen Planung müssen die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen, einschließlich der Artenschutzmaßnahmen, durch ein qualifiziertes Planungsbüro ermittelt und mit der Stadt Herzogenaurach abgestimmt werden.
Anlass des Vorhabens ist der Lückenschluss am Olympiaring zwischen dem nördlichen Anbindungspunkt auf Höhe des Hotels Novina und dem südlichen Anknüpfungspunkt am Factory Outlet des Sportartiklers Adidas. Der nördliche Anschlussbereich bekommt eine 6,5 Meter breite Fahrbahn, und im südlichen Anknüpfungspunkt wird die Fahrbahnbreite neun Meter betragen. Der auf der westlichen Seite vorhandene Geh- und Radweg soll seine Breite von drei Metern über die ganze Länge des Lückenschlusses beibehalten. Dem Bürgermeister schwebt vor, einen weiteren Geh- und Radweg in die spätere Planung einzubeziehen, der den ersten und zweiten Bauabschnitt der Herzo Base mit anbindet.
Insbesondere im südlichen Abschnitt wurde bei den Planungen laut Hacker auf die in der Zwischenzeit konkretisierten Überlegungen etwa zum neuen Verwaltungsgebäude South East mit dem vorgesehenen südöstlich angelegten Eingangsbereich und dem dort gelegenen Parkhaus reagiert. Damit kann das Parkhaus aus Richtung Süden angefahren werden und der ausfahrende Verkehr soll nach Norden in Richtung der Kreisstraße ERH 25 geführt werden. Die verkehrliche Erschließung sei im Hinblick auf die Verkehrsführung der Erschließungsstraße des zukünftigen Olympiarings untergeordnet.
Ein unmittelbarer Anschluss an den bereits ausgebauten südlichen Ast des Olympiarings hätte unzureichende Aufstellflächen bis zur Zufahrt der Parkplatzeinrichtung zur Folge, sodass mit der geplanten Verkehrsführung auch in Stoßzeiten kein Rückstau auf den Olympiaring zu erwarten sei.
Nach der Durchbindung des Olympiarings müssen Anwohner und Besucher der Herzo Base sowie Hotelgäste nicht mehr über den Hans-Ort-Ring und der Haundorfer Straße fahren, sondern können je nach Fahrziel,das Gebiet in nahezu alle Richtungen verlassen. Wie der Bürgermeister erklärt, erfolge auch eine Anbindung ans Netz des ÖPNV, unabhängig davon, ob die Standumlandbahn zum Tragen komme oder nicht.
Bei der letzten Sitzung des Stadtrates beklagte der CSU-Fraktionsvorsitzende Bernhard Schwab, dass die Stadträte am 23. Februar nicht zum runden Tisch "Mittlere Aurach bis Mündung in die Regnitz" eingeladen wurden. Veranstalter war das Wasserwirtschaftsamt. Über das Umsetzungskonzept der EG-Wasserrahmenlinie (EG-WRRL) werden die Stadträte in der Sitzung informiert.
Der Bürgermeister verwies dazu auch auf www.wwa-n.bayern.de/fluesse_seen/wrrl_umsetzungskonzepte/index.htm , die Homepage des Wasserwirtschaftsamts.