Ob zu Hause, draußen beim Spielen oder im Kindergarten - überall können Kinder Betroffene oder Zeugen von leichten bis hin zu lebensbedrohlichen Verletzungen werden und es gilt, sie dafür zu rüsten. Unter dem Motto "Helfen kann jeder" führte der Kindergarten St. Elisabeth in Ludwigschorgast unter der Leitung von Uwe Müller vom Pflegetreff Oberfranken die Kinder an Erste-Hilfe-Themen heran. Auf spielerische Weise mit Hilfe von Puppen oder Bildergeschichten lernten die Kinder, wie sie Hilfe per Notruf holen, Verletzte trösten oder Verbände anlegen. Unterstützt wurde die Aktion vom privaten Rettungsdienst ORMS aus Münchberg.

Erste Hilfe in Kindergarten und Vorschule, da stellt sich oft die Frage: Können das so kleine Kinder denn schon? Selbst viele Erwachsene fühlen sich in Notfallsituationen oft in ihrem Handeln gehemmt und gehen solchen Situationen lieber aus dem Weg. Sie haben meist Angst, etwas falsch zu machen und mehr zu schaden als zu helfen. Wie kann es gelingen solche Hemmschwellen abzubauen? Am besten mit einer frühzeitigen Heranführung, bereits im Kindesalter, an das Thema Erste Hilfe.

Sich gegenseitig helfen, Engagement zeigen, füreinander da sein - all dies sind Eigenschaften, die wohl alle Eltern ihren Kindern von Beginn an vermitteln möchten. Kinder sind neugierig, gehen aufmerksam durchs Leben und registrieren dadurch schnell, wenn es anderen Menschen schlecht geht. Zuspruch zu bekommen, ist in solchen Situationen von zentraler Bedeutung. Aus diesem Grund sollen bereits die Kleinsten für den Bereich der Ersten Hilfe sensibilisiert werden. Bereits Vier- bis Siebenjährige können ihre Mitmenschen beruhigen oder trösten, können im Ernstfall einen Notruf absetzen und sogar kleinere Verletzungen selber versorgen. tb