Bernhard Panzer

Aus Muschelkalk und Dolomitsteinen aus der Gegend rund um Gräfenberg in der Fränksichen Schweiz ist Anfang des 20. Jahrhunderts ein Bauwerk in Herzogenaurach errichtet worden, das als Aussichtsturm gedacht war und einen Blick bis zur Fränkischen Alb ermöglichen sollte. Bauherr war 1909 der frühere Ehrenbürger Bernhard Loritz.
Den Felsen am Buck, direkt am Schaeffler-Gelände, gibt es noch immer. Nur ist er seit Jahrzehnten hinter Bäumen verschwunden und eher unbeachtet geblieben. Und vor allem ist er nicht mehr begehbar, denn das marode Gestein wurde samt Aussichts-Plattform gesperrt.
Die Sperrung soll auch bleiben, eine Begehbarkeit des Felsens will die Stadt künftig nicht mehr herstellen. Das sagte Bürgermeister German Hacker (SPD) im Vorfeld der Sitzung des Planungsausschusses am kommenden Montag. Dann soll nämlich darüber befunden werden, was mit dem etwas anderen Denkmal denn geschieht.
Über eines ist sich die Verwaltung offenbar einig, und das will Hacker dem Rat zur Abstimmung auch so vorschlagen: Der Loritzfelsen soll saniert und vor dem weiteren Verfall gesichert werden. Und den ihn umgebenden Grünraum will man ansprechend gestalten. So kann dann zwar der Fels nicht mehr bestiegen und die Plattform nicht mehr genutzt werden, wie es schon seit einiger Zeit so ist. Aber die Grünfläche könnte genutzt werden, quasi als kleine grüne Lunge. Denn der Platz habe, unter anderem auch mit kleinen Wegen versehen, einen gewissen Erholungscharakter, meint Hacker.
Dass die Aussichtsplattform wieder begehbar werden soll, möchte Hacker nicht. Schon weil man wegen der Bebauung durch Schaeffler und der inzwischen stattlichen Bäume keine Aussicht mehr habe. Aber als Dokument möchte man den Loritzfelsen dennoch erhalten.
Die Kosten dieser Sanierungsvariante beziffert er auf 150 000 Euro. Insgesamt gibt es fünf Vorschläge, vom Verfall bis zur großen Lösung. Vorgeschlagen wird ein Mittelweg.