Bei den süddeutschen Meisterschaften im Schwimmen, die nach Jahrgängen getrennt in Darmstadt und Wetzlar stattfanden, feierte Lisa Mursak (Jg. 1998) von der SG Bamberg den nächsten Erfolg ihrer Karriere: Über 50 m und 100 m Rücken wurde die 18-jährige Abiturientin Jahrgangsmeisterin. Mit Simon Wicht (1999) schaffte ein weiterer Bamberger den Sprung aufs Podest.


Mit Zeiten nicht zufrieden

Rückenspezialistin Lisa Mursak zeigte über ihre Spezialstrecken 50 m (31,16 Sek.) und 100 m Rücken (1:06,22 Min.) erneut gute Leistungen und belohnte sich mit zwei Titeln. Mit ihren Zeiten haderte sie aber dennoch ein wenig, denn als Titelverteidigerin über 50 m Rücken belegte sie im Finale der offenen Klasse nur den 7. Platz (31,61) und über die doppelte Distanz Rang 6 (1:07,76). Über 200 m Rücken (2:27,36) und 200 m Freistil (2:17,32) erreichte sie die Ränge 4 und 10. Für Lisa Mursak stellten die Wettkämpfe in Darmstadt jedoch nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) dar, die Ende Juni in Berlin stattfinden.
Nikolas Häfner (1996) musste in der offenen Klasse antreten und knüpfte nicht ganz an seine Topleistungen an. Wie viele seiner Trainingspartner startete der Forchheimer aus dem vollen Training heraus mit dem Ziel, bei seinen letzten Deutschen Jahrgangsmeisterschaften um die Medaillen mitzukämpfen. Dennoch schaffte er als Vorlaufsiebter über 50 m Rücken (28,27) den Sprung ins Finale, wo er Platz 8 erkämpfte (28,77). Bei seinen weiteren Starts erzielte er Plätze im Mittelfeld: 100 m Rücken (1:02,39/15. Platz), 200 m Rücken (2:18,63/17.), 50 m Freistil (25,81/53.) und 100 m Freistil (55,07/27.). Sprintspezialist Martin Spörlein (1997) verpasste über seine Lieblingsstrecke, die 50 m Freistil (24,97), das Podium nur knapp. Einen Platz im Mittelfeld über 50 m Freistil (26,15/20.) belegte zudem Thomas Stuber (1998). Kai Kisberi (1998) erzielte in einer neuen Saisonbestzeit über die gleiche Strecke (26,49) den 29. Platz. Elene Kober (2000) durfte sich über 50 m Freistil als 14. über eine neue persönliche Bestzeit freuen. Nach 100 m Schmetterling (1:07,52) schlug sie als Zehnte an.
Über gleich zwei Bronzemedaillen freute sich Simon Wicht. Die 100 m Schmetterling beendete er in 59,46 erstmals unter der Marke von einer Minute und fand sich auf Rang 3 wieder. Seine zweite Medaille erkämpfe er sich über 100 m Rücken (1:02,79). Über 50 m (28,82) und 200 m Rücken (2:16,49) belegte Wicht jeweils den undankbaren 4. Platz. Jeweils Rang 7 erreichte er über 50 m Schmetterling (27,18) und 200 m Lagen (2:17,84).


Behrmann löst DJM-Ticket

In Wetzlar starteten die jüngeren Jahrgänge: Die SG Bamberg entsandte mit Benedikt Dörfler, Justus Behrmann (beide 2000) sowie Moritz Buchstädt (2003) und Fabienne Wenske (2004) vier Aktive, die alle überzeugten. Dörfler brillierte ausschließlich mit Bestzeiten und verpasste dabei die Medaillenränge als Vierter über 100 m Rücken (1:03,20) nur knapp. Außerdem erkämpfte er sich zwei weitere Top-10-Platzierungen über 50 m (29,86) und 200 m Rücken (2:18,24). Mit diesen Ergebnissen sicherte der 16-Jährige seine Startplätze bei der DJM über 100 m und 200 m Rücken ab, da nur die schnellsten 40 Schwimmer des Jahrgangs zugelassen werden. Auf den Freistilstrecken verzeichnete er starke Leistungssprünge: 50 m (26,48/38.), 200 m (2:03,52/14.) und 400 m Freistil (4:28,38/19.). Behrmann stand unter massivem Druck, denn es war seine letzte Chance sich für die DJM zu qualifizieren: Und der 16-Jährige hielt dem Druck stand und zeigte über 200 m Brust (2:34,39) eine beeindruckende Vorstellung, die mit Rang 5 und dem Ticket für Berlin belohnt wurde. Über 100 m Brust verpasste er trotz neuer persönlicher Bestzeit (1:12,63) und Rang 12 den Sprung zur DJM. Außerdem ging er noch über 50 m Brust (33,22 /19.), 50 m Schmetterling (29,08/29.) und 200 m Lagen (2:26,26/30.) an den Start.


Fabienne Wenske auf Rang 4

Die beiden jüngsten Bamberger Teilnehmer, Fabienne Wenkse (2004) und Moritz Buchstädt (2003), traten im Mehrkampf der Nachwuchsschwimmer an. Dieser setzt sich zusammen aus 50 Meter Beinbewegung sowie 100 Meter und 200 Meter Gesamtbewegung in einer der vier Schwimmarten sowie 200 Meter Lagen und 400 Meter Freistil. Die einzelnen Ergebnisse werden schließlich in Punkte umgerechnet, sodass ein Ranking pro Schwimmart erstellt werden kann. Wenske ging im Freistil-Mehrkampf an den Start und überzeugte ausnahmslos mit neuen persönlichen Bestzeiten: 100 m Freistil (1:04,20), 200 m Freistil (2:16,87), 400 m Freistil (4:46,73) und 200 m Lagen (2:36,18). Ihre einzige Schwäche zeigte sie über 50 m Kraulbeine, wo sie nur den vorletzten Platz in dieser Teildisziplin belegte. In der Endabrechnung erzielte sie 2537 Punkte, lediglich 39 Zähler fehlten ihr zu Bronze. Über 400 m Freistil findet sie sich derweil auf Rang 3 in der deutschen Bestenliste des Jahrgangs 2004 wieder mit nicht einmal einer Sekunde Rückstand auf die schnellste Schwimmerin. Damit gehört Fabienne Wenske zu den größten Nachwuchshoffnungen in Deutschland. Moritz Buchstädt ging im Schmetterling-Mehrkampf an den Start und erzielte über 100 m Schmetterling eine neue Bestzeit (1:12,84). Auf den anderen Strecken kam er nicht ganz an seine Spitzenzeiten heran, so dass er sich mit Rang 12 und 1727 Punkten zufrieden geben musste.
Die SG Bamberg wird in Berlin vertreten durch Nikolas Häfner, Lisa Mursak, Elena Kober, Benedikt Dörfler, Justus Behrmann, Simon Wicht, Daniel Pfaender, Martin Spörlein und Fa-bienne Wenske. pkl