Vertreter der ÖDP waren beim letzten Treffen des LinksbündnissesS zu Gast. Vertreter beider Seiten kritisierten die aktuelle Flüchtlingspolitik, geht aus einer Mitteilung des Linksbündnisses hervor.
Stefan Zettelmeier von der ÖDP stellte auf Einladung des Linksbündnisses in Haßfurt das Volksbegehren "Rettet die Bienen, Vögel und Schmetterlinge - stoppt das Artensterben" vor. Voller Fachkenntnis zeigte Zettelmeier auf, dass über 50 Prozent der Bienenarten und 80 Prozent der Schmetterlinge bereits verschwunden seien. Gleiches gelte für Vögel.
Kritik an der deutschen und EU-Politik wurde laut. Sie setze auf industrialisierte Landwirtschaft, fördere Großbetriebe und gehe im Interesse der Agrarlobby nicht entschieden gegen den Einsatz von Glyphosat vor. Naturschutz solle in den Lehrplan aufgenommen werden. Die Unterstützung einer Machbarkeitsstudie zum Nationalpark Steigerwald wurde diskutiert.
Thomas Dietzel zitierte Norbert Blüm: "Wenn 500 Millionen Europäer keine fünf Millionen oder mehr verzweifelte Flüchtlinge aufnehmen können, dann schließen wir den Laden Europa wegen moralischer Insolvenz." Die Fluchtursachen seien zu bekämpfen, nicht die Flüchtlinge. Sabine Schmidt führte aus, wenn die Situation in den Herkunftsländern nicht geändert würde, sähen die Menschen dort keine Zukunft. Wenn die USA mithilfe der NATO Kriege in Ländern führten und Banden mit Waffenlieferungen in Syrien unterstützten, brauche man sich über Flüchtlingsströme nicht zu wundern. Thema war auch der Fußballprofi Özil. Auch die Kanzlerin habe Erdogan und dem Chef der türkischen "Grauen Wölfe" auf dem NATO-Gipfel in Brüssel die Hand geschüttelt. 400 Millionen Euro wurden an die Türkei überwiesen, um Flüchtlinge an der Grenze aufzuhalten. red