Zum zehnten Todestag des legendären Ivan Rebroff tourt der Ural-Kosaken-Chor in diesem Jahr durch Europa und macht am Freitag, 30. November, Station in Röttenbach. Das Konzert in der katholischen Pfarrkirche St. Mauritius beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr.

Wie es in einer Pressemitteilung der Veranstalter heißt, kommt ein Programm zu Gehör, das in dieser Zusammenstellung noch nie von einem anderen Kosaken-Chor vorgetragen wurde: Neben bekannten Liedern von Ivan Rebroff aus "Anatevka" und "Dr. Schiwago" sowie russisch-orthodoxen Gesängen werden auch Melodien und Volksweisen aus Ost und West zur Aufführung gelangen. Dazu ertönen beliebte klassische Werke von Brahms oder Lehar und andere unvergessene Lieder. Begleitet wird der Chor von den Instrumenten Balalaika, Bass-Balalaika und Bajan.

Der Ural-Kosaken-Chor, im Jahre 1924 aus Mitgliedern des Ural-Garderegiments von Andrej Scholuch in Paris begründet, ist neben Serge Jaroffs Don-Kosaken-Chor der traditionsreichste Chor dieser Art auf der Welt. Nach Ende des russischen Bürgerkrieges kamen Jaroff und Scholuch unabhängig voneinander auf die Idee, das Kosakenlied, das bisher auf langen Reitermärschen aus rauen Kriegerkehlen vom Rücken ihrer Pferde und von den Feuern lagernder Heere in die russischen Weiten erschollen war, im Kaleidoskop liturgischer Vielstimmigkeit zu entfalten.

Gesungene Heldensagen

So wurde in der Zeitenwende mit dem Untergang des Zarenreiches aus gesungenen Heldensagen und Schlachtberichten, aus Überlieferung in archaischer Form, in der Emigration eine neue, fast religiöse Kunstform geboren, eine Liturgie an das untergegangene Heilige Russische Reich, ein "Kyrie Eleison" für die ermordete Zarenfamilie, ein Gebet für die gefallenen Helden.

Auch heute noch repräsentiert der Ural-Kosaken-Chor diese ungebrochene Tradition in seinen Konzerten und vermittelt dem Zuhörer so die Seele des Kosakentums, so die Pressemitteilung weiter. Darin unterscheidet er sich wesentlich von anderen, dem äußeren Anschein nach ähnlichen russischen Folklorechören aus sowjetischer Gründung oder Kirchenchören, die keinerlei Verbindung mit der Kosakentradition haben.

Karten zum Preis von 18 Euro gibt es im Vorverkauf unter anderem in der Röttenbacher Filiale der Raiffeisenbank Seebachgrund, im Pfarramt Röttenbach, in der Schloss-Apotheke Hemhofen sowie unter www.reservix.de und www.eventim.de. Restkarten werden für je 23 Euro an der Abendkasse verkauft. red