"Musik der spanischen Renaissance" präsentieren Sabine Loredo Silva (Mezzosopran) und Knut Trautvetter (Lauteninstrumente) am Freitag, 19. Juli, um 19.30 Uhr in der Synagoge in Kronach, Nikolaus-Ziitter-Straße 27. Die sephardische Musik (von dem Hebräischen "S'fard") ist die Musik der Juden, die nach der Verbannung aus Judäa (70 u. Z.) nach Spanien flüchteten und dort den kulturellen Austausch zwischen Juden, Christen und Arabern zur Blüte brachten.

Die Sepharden waren Mittler zwischen Morgen- und Abendland, übersetzten die Werke der großen Philosophen, befruchteten ihre Religion und Kultur sowie die der Christen mit dem Wissen der arabischen Welt und dem Erbe der Antike. Der spanische König Alfonso X., auch "Alfonso El Sabio - Der Weise" genannt, machte seinen Hof im Toledo des 13. Jahrhunderts zu einem Treffpunkt für Christen, Juden und Arabern und damit zu einem einzigartigen Beispiel für das friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Völker und Glaubensrichtungen.

Die "Cantigas de Santa Maria" - Lieder für die heilige Jungfrau Maria - sind eine der größten Sammlungen von Liedern des Mittelalters, bestehend aus circa 420 Gedichten, zumeist in galizisch-portugiesischer Sprache. Diese Lieder werden Alfons X. zugeschrieben. Er sah in dieser Sammlung ein kulturelles Projekt von großer Bedeutung. Als Duo für Gesang und Lauten-Instrumente präsentieren Sabine Loredo Silva (Mezzospran) und Knut Trautvetter (Lauteninstrumente) eine Auswahl von Liedern aus diesen drei Kulturkreisen, untermalt mit Texten und Gedichten. Der Eintritt kostet 12, ermäßigt 8 Euro.

Sabine Loredo Silva wurde in Berlin geboren. Sie begann ihre private Gesangsausbildung bei dem lettischen Opernsänger Isser Buschkin. Erste Bühnenerfahrung und langjähriges Ensemblemitglied der "Opernwerkstatt Berlin", Leitung Eric Leon Holland, sowie rege Konzerttätigkeit deutschlandweit folgten. Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist die Alte Musik des frühen Mittelalters, der spanischen Renaissance sowie des italienischen Frühbarock.

Knut Trautvetter, geboren in Berlin, studierte Diplommusikerziehung mit dem Hauptfach Gitarre an der Hochschule der Künste. Während des Gitarrenstudiums wuchs sein Interesse an den Spielformen der sogenannten Alten Musik. Daher absolvierte er im Anschluss ein Ergänzungsstudium historischer Zupfinstrumente mit dem Schwerpunkt Theorbe bei Prof. Nigel North, ebenfalls an der Universität der Künste in Berlin. Knut Trautvetter sammelte Erfahrungen als Continuo-Spieler und Begleiter in Ensembles unterschiedlicher Besetzung. red