Der Sitzungssaal im Rathaus beginnt sich zu füllen. Baupläne werden ausgebreitet, Gerd Schneider, Franz Böhmer, Eveline Zeis, Claudia Jung, Markus Knippe, Rainer Hetzel und Fitzel Wendelin nehmen rund um Bürgermeister Bernhard Storath Platz. Die Sitzung des Bauausschusses beginnt.

Punkt eins der Tagesordnung sind die Ortsbesichtigungen: Die Ligusterhecke am Oberküpser Friedhof ragt teilweise über die Grabsteine und ist sehr breit. Es wurde angefragt, die Hecke, zu beseitigen und durch einen Zaun zu ersetzen. Bewohner und Kirchenverwaltung waren dafür, die Hecke nicht zu beseitigen, sondern sie erst radikal auf der Friedhofsinnenseite zurückzuschneiden. Die Außenseite würde erst dann zurückgeschnitten werden, wenn sich die Hecke erholt habe.

Im zweiten Teil der Ortsbesichtigungen steht die Hecke am alten Feuerwehrhaus und der Schotterweg im Hohgarten in Prächting an. Auf Bitte vom Gartenbauverein sollen Büsche und Hecken am alten Feuerwehrhaus entfernt werden und eine Rasenfläche daraus gemacht werden. Ebenfalls wurde angefragt, ob man auch den Weg zum Pavillon im Hofgarten zur Rasenfläche umändern kann. Diese Maßnahmen würde die Pflege der Flächen einfacher gestalten. Auch hierfür stimmt der Bauausschuss einstimmig.

Bauanträge befürwortet

Im Rathaus diskutierte der Bauausschuss über Bauanträge innerhalb der Marktgemeinde. Beim Neubau eines Einfamilienwohnhaus möchten die Eheleute Isabel und Manuel Moreno-Leon aus der Hutstraße einen Stellplatz errichten. Das Bauvorhaben stimmt hinsichtlich des Kniestockes von 1,10 Meter nicht mit den Festsetzungen des Bebauungsplanes überein. Eine Befreiung wurde indes erteilt.

Die Eheleute Elke Herold-Haddad und Adham Haddad aus Prächting, wohnhaft in der Hauptstraße, beabsichtigen, auf ihrem Grundstück ein behindertengerechtes Einfamilienwohnhaus mit Garage zu errichten. Hinsichtlich der Erschließung sei mit dem Grundstückseigentümer eine Vereinbarung abzuschließen, dass die Kosten für die Verlegung der Wasser- und Abwasserleitungen im privaten wie im öffentlichen Bereich vom Bauwerber zu tragen ist. Das Bauvorhaben fügt sich in der Eigenart der umgebenden Bebauung ein.

Markus Landvogt aus dem Weidenweg in Oberküps beabsichtigt auf seinem Grundstück einen Abriss der landwirtschaftlichen Teilgebäudes zwischen dem Wohnhaus und der Scheune mit Wiederaufbau als Wohngebäude. Das Bauvorhaben fügt sich in die umgebende Bebauung ein.

Als letzten Punkt stellt der Bürgermeister das Wohnhaus von Tobias Fischer in der Vogtswiese in Döringstadt vor. Dieser beabsichtigt auf dem Grundstück den Umbau des Dachgeschosses am bestehenden Wohnhaus und eine Nutzungsänderung des Dachgeschosses in eine Wohneinheit. Das Bauvorhaben wurde befürwortet.

Gerd Schneider berichtete über die Geschwindigkeitsmessungen einer Tempo-30-Zone in Ebensfeld. Seiner Meinung nach werde die vorgeschriebene Geschwindigkeit den Messungen zufolge eingehalten. Für die Anwohner gehe es nicht um die Geschwindigkeit selbst, sondern um die Anzahl der Fahrzeuge, die diese Zone passieren würden. Markus Knippe schilderte das Problem auf dem Sieben-Flüsse-Maintal-Wanderweg hinter dem Erlhof. Über 30 bis 40 Meter hinweg müsste man abgeladenen Bauschutt umgehen.

Bürgermeister Bernhard Storath meinte: "Egal ob privat oder nicht: Das schauen wir uns mal an und dann müssen wir es gegebenenfalls eben melden."