In Runde 3 hatte das Segelflugwetter endlich ein Einsehen mit den Piloten in der Mitte Deutschlands: Hohe Schnittgeschwindigkeiten bis zu 110 km/h und Wertungsstrecken von über 500 Kilometern waren die Ausbeute für insgesamt acht für das Bundesliga-Team des Aero-Club Lichtenfels gestarteten Piloten.
Philipp Lauer und Gerd Peter Lauer brachten zwei schnelle Flüge in die Wertung, die allerdings am Folgetag noch einmal überboten wurden. Die Flug- und Wetterbedingungen waren anspruchsvoll, da starker und böiger Wind aus Südosten und ein Schwall feuchter Luft aus dem Böhmischen Becken die Thermik in Richtung Oberpfalz negativ beeinflusste und somit noch höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten verhinderte. So mussten sich die Lichtenfelser Ligapiloten erst einmal mühsam gegen den fast 40 km/h starken Gegenwind nach Osten bis an die tschechische Grenze bei Weidhaus vorkämpfen, ehe das Rennen mit dem Wind im Rücken richtig losgehen und man fast 200 Kilometer bis in die Rhön rasen konnte.


Gesamtrang 4 für Lichtenfels

Am besten gelang das dem Junior Philipp Lauer auf der Vereins-LS8 mit 109,75 km/h über eine Strecke von 531 Kilometern. Die Mannschaft komplettierten Gerd Peter Lauer, ebenfalls auf einer LS 8, der über eine Strecke von 504 Kilometern eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 103,4 km/h erreichte, sowie Jan Kretzschmar, der beim D-Kader-Trainingslager auf Burg Feuerstein mit dem doppelsitzigen Arcus des Landesverbandes 405 Kilometer mit 106,77 km/h erflog. Weite und schnelle Flüge machten auch Bernhard Eder (DG 600), Wolfram Bartsch (Ventus) und Hubert Kluger (ASH 26e). Pech hatte dagegen der zweite Junior Dominik Biesenecker, der mit der Vereins-LS4 im Lee des Steinwaldes nach gerade einmal 90 Kilometern auf einer Wiese landen musste.
In der Gesamtwertung arbeiteten sich die Lichtenfelser Piloten mit Rundenplatz 4 auf den vierten Gesamtrang  vor, wobei die ersten zehn Vereine in der Tabelle aktuell nur wenige Punkte trennen. In der Juniorenwertung sind die Lichtenfelser mit Tagesplatz 33 auf Gesamtrang 14 abgerutscht. red