Von Kloster Banz war weithin der Klang der Jagdhörner zu vernehmen, als die Bläsergruppe des Jagdschutz- und Jägervereins von Lichtenfels ihr 70-jähriges Bestehen feierte. Eine Vielzahl von Bläsergruppen gratulierte dabei mit Melodien und ließ auch das jagdliche Brauchtum aufleben.

Ein Gottesdienst, den Pfarrer Alt zelebrierte und den die Parforcehornbläser aus Nieuwenhagen in Holland ausgestalteten, stand am Anfang des Programms. Anschließend gab es Jagdhundevorführungen, ein Falkner war vor Ort und das Wildlandmobil bot eine Fülle von Informationen rund um die Natur.

Am Nachmittag formierten sich dann die Bläser auf der großen Treppe des Klosterhofes. Eröffnet wurde das Programm mit dem "Echo aus dem grünen Wald", das die Lichtenfelser BJV-Bläsergruppe unter der Leitung von Hornmeister Andreas Winkler erklingen ließ. In einem abwechslungsreichen Melodienreigen waren danach unter anderem der "Schweinfurter Bläsergruß", der "Oppoldinger Treibermarsch" und der "Hubertusmarsch" zu hören.

Lob für Durchhaltevermögen

Dann begrüßte der Vorsitzende des Jagdschutz- und Jägervereins von Lichtenfels, Michael Ament, die Bläserschaft. Er erinnerte daran, dass sich im Jahre 1949 um dem Förster Erich Gebauer eine kleine Gruppen zusammenfand, um das Jagdhornblasen wieder zu pflegen. Es gab anschließend Höhen und Tiefen, einmal stand die Gruppe sogar kurz vor der Auflösung, raufte sich aber wieder zusammen. Dazu gehörten Idealismus und Durchhaltevermögen, so Ament, und wies darauf hin, dass man derzeit 16 Parforcehornbläser zähle. Ament: "Was wäre unsere Jagd ohne den Klang aus euren Hörnern - stumm und armselig."

Ament dankte seiner Gruppe und allen Gastbläsern, die aus Effeltrich, Schweinfurt, Hofheim/Haßberge, Ebern, Bad Staffelstein, Bayreuth, Bamberg, Nieuwenhagen sowie Kemnath gekommen waren, herzlich.

Wasikowski Gründungsmitglied

Geehrt wurden im Rahmen der Festveranstaltung Hermann Angermüller, seit dem Jahre 1965 engagiert und damit der älteste aktive Bläser, sowie Margarete Wasikowski, aktive Bläserin von 1950 bis 2014, mit der BJV-Ehrennadel mit Eichenkranz in Silber. Der "Hubertustaler" des Landesjagdverbandes Bayern schließlich ging an Sebastian Wasikowski, der nicht nur als aktiver Bläser von 1949 bis 2014 wirkte, sondern auch 1970 bis 2010 als Hornmeister gleichsam die Seele und das Rückgrat der Lichtenfelser Bläsergruppe bildete.

In einem wohlklingenden Wechselspiel erfreuten die Parforce- und Fürst-Pless-Jagdhornbläser ihre Zuhörer, bevor die BJV-Bläsergruppe von Lichtenfels das markante: "Jagd vorbei" intonierten. Bevor das Fest aber endete, stieg Dietmar Kohl aus Effeltrich auf den Brunnen im Schlosshof und dirigierte von dieser Warte aus "Auf, auf zum fröhlichen Jagen" und das "Wanderliedchen" mit einem Massenchor.