Gerd Klemenz

Sie gaben der weit über das Maintal hinaus bekannten Basilika ihren Namen und vielen Katholiken dienen sie auch heute noch als Fürsprecher in schweren Lebensphasen – die vierzehn Heiligen. Corona-bedingt nahmen in diesem Jahr weitaus weniger Gläubige am Pontifikalamt anlässlich des Fes­tes der vierzehn Nothelfer teil. Die festlichen Gewänder der Geistlichkeit und eine geschmückte Basilika bildeten den Rahmen für ein außergewöhnliches Ereignis.

Georg Hagel spielte zu diesem besonderen Gottesdienst die Rieger Orgel und Weihbischof Herwig Gössl zelebrierte einen feierlichen Festgottesdienst. Mitzebranten waren Guardian Pater Maximilian, Pater Bernhard sowie Domkapitular Professor Elmar Koziel. In Zeiten der gelebten Ökumene in Vierzehnheiligen war auch die evangelische Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen im Altarraum anwesend.

Zu Beginn seiner Predigt ging der Bamberger Weihbischof auf die Lesungen des Festtages ein und sprach vom Kern des christlichen Glaubens . Gössl: „Wer sich heute als gläubiger Christ bekennt, fühlt sich schnell großem Rechtfertigungsdruck ausgesetzt.“ Aber man stehe als Christ in der Gefolgschaft dessen, der selbst gescheitert ist und abgelehnt wurde – Jesus Christus . „Wenn wir auf einer Welle des Erfolges schwimmen würden, dann müssten wir uns größere Sorgen machen. Zeiten großen Erfolges bergen für die Kirche immer die Gefahr, zu selbstbewusst und selbstverliebt zu werden, zu sehr auf die eigenen Kräfte und Fähigkeiten zu vertrauen und zu wenig auf den Herrn.“

Am Nachmittag war die Basilika zur Vierzehnheiligen-Andacht wieder gut gefüllt, bei der Diakon Sebastian Heim die Predigt hielt. „ Vierzehnheiligen ist ein Ort, an dem der Glaube die Hauptrolle spielt, weil hierher unzählige Pilger kommen. Es ist ein Ort, der nicht umsonst Gnadenort genannt wird“, so der Diakon . Die traditionelle Prozession um die Basilika konnte nicht stattfinden.