Eine Woche hatten die Kunstadter Handballer Zeit, den „Doppelschock“ der Vorwoche zu verdauen. „Ich erwarte am Samstag gerade vor eigenem Publikum, dass wir wieder die Intensität aufs Feld bringen, die uns bisher so ausgezeichnet hat“, fordert Trainer Andrei Stirbati im Vorfeld des zweiten Duells innerhalb einer Woche gegen die HSG Rödental/Neustadt. Dabei geht es in diesem wahrscheinlich vorentscheidenden Spiel im Kampf um den Bezirksoberliga-Titel weniger darum, die deutliche 18:25-Niederlage aus der Vorwoche wegzustecken. „Meine Mannschaft muss auch ohne ihren Spielmacher beweisen, dass in ihr genügend Feuer steckt, um die HSG zu schlagen“, sagt der Trainer vor der Partie am Samstag (18 Uhr, Obermainhalle).

Bezirksoberliga, Männer

HG Kunstadt –

HSG Rödental/Neustadt

Nach seinem mehrfachen Rippenbruch ist kaum davon auszugehen, dass Nicklas Oester beim Rückspiel am Samstag zur Verfügung stehen wird. Wenn auch die Auswirkungen seines Fehlens auf den Spielfluss der HGK vergangene Woche unübersehbar waren, sparte auch der Spielmacher selbst nicht mit Kritik. „Das war viel zu mutlos “, ging Nicklas Oester mit seinen Mannschaftskollegen ins Gericht. „Das Gute ist, dass wir jetzt die Gelegenheit haben, unser wahres Gesicht zu zeigen“, erklärte sein Trainer . Dass die HGK gegen eine sicherlich gute, aber keinesfalls unschlagbare HSG mithalten kann, bewies sie in den ersten 20 Minuten. Ein Grund war Torhüter Alexander Kießling. „Um zu gewinnen, müssen wir am Samstag aber auf jeden Fall deutlich mehr als 18 Tore erzielen“, erklärt Trainer Stirbati und macht damit deutlich, wo er das größte Verbesserungspotenzial seines Teams sieht. Mehr Druck aus dem Rückraum und mehr Angriffe über die zweite Welle sind mögliche Wege zum Erfolg.

Zwei Punkte müssen die Kunstadter einfahren, um bei der Vergabe des Meisterschaft weiter das Heft in der Hand zu haben. Ein Remis würde der HSG aufgrund des besseren direkten Vergleiches am Samstag bereits reichen, um die Weichen Richtung Titel zu stellen.

Bezirksliga, Frauen

TSV Burgebrach – HG KunstadtEine deutlich bessere Ausgangslage hat das Frauenteam der HG Kunstadt am Sonntag in Burgebrach (14.30 Uhr, Dreifachsporthalle). Der TSV Windeck ist das noch punktlose Schlusslicht der Bezirksliga. Nach dem gelungenen Auftakt gegen den TV Ebern II aus der Vorwoche fahren die Spielerinnen um Torhüterin Kerstin Pitterich mit viel Selbstvertrauen nach Burgebrach und wollen unbedingt die nächsten zwei Punkte einfahren. Immerhin bildet man mit der HG Hut/Ahorn und dem HSV Hochfranken das Trio, das den Meistertitel unter sich ausmachen wird. Hier werden sicherlich die direkten Duelle unter diesen drei Teams über den Aufstieg entscheiden. Doch bis es soweit ist, dürfen sich die Kunstadterinnen keinen Ausrutscher erlauben, was einen Auswärtserfolg am Sonntag zur Pflicht macht.