„Wohnen ist ein Grundbedürfnis und hat gerade für ältere Leute einen hohen Stellenwert“, darauf wies DGB-Ortskartellvorsitzender Heinz Gärtner beim letzten Treffen des Schneyer DGB-Ortskartells im Schloss Schney hin.

Im Rahmen der Aktion „Reden wir über“, dem Zukunftsdialog der Gewerkschaften, so Heinz Gärtner weiter, haben auch in der Region Gewerkschafter die Erfahrungen und Meinungen von Normalverbrauchern eingeholt. Einen Schwerpunkt quer durch die Generationen nahm dabei die Nachfrage nach geeigneten und bezahlbaren Wohnraum ein.

Wohnen ist existenziell

Die gestiegenen Energiekosten verschärfen nun die Situation bei den unteren und mittleren Einkommensschichten in der Region, denen ein Großteil der Arbeitnehmer sowie Ruheständler zugehören. Wohnen, wurde in die Diskussion eingebracht, sei existenziell und für Kommunen ein unabdingbarer Aufgabenbereich.

Viele Wohnungen in der Region, so die Erfahrungen der Teilnehmer, seien nicht altersgerecht. Senioren verbringen die meiste Zeit in ihrer Wohnung und wollen in ihrem gewohnten Umfeld verständlicherweise bleiben.

Kommunen in der Regionen, die sich der Problematik bewusst sind, führte Heinz Gärtner aus, setzen auf Quartiersmanagement und fördern gemeinschaftliches Wohnen im Alter, wozu auch Wohnprojekte mit integriertem und ambulanten Pflegedienst gehören. Dieser Weg wurde 2009 in Lichtenfels mit dem „Lichtenfelser Modell“ beschritten, aber leider nicht mehr fortgesetzt. red