In diesem Jahr sollte wieder alles anders sein für die Weismainer Krippenfreunde. Sie wollten wieder eine Krippenausstellung anbieten, wie es sie zuletzt 2019 im Kastenhof gegeben hatte. Aber wiederum macht die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung, wie schon 2020.

Und auch das in Weismain am ersten Adventssamstag beliebte ökumenische Adventseinläuten, mit dem die Vorbereitungszeit zum Weihnachtsfest in der katholischen und in der evangelischen Kirchengemeinde besinnlich seinen Anfang nimmt, konnte nicht durchgeführt werden. Dennoch hatten sich die Krippenfreunde wie im letzten Jahr entschlossen, ihre Exponate in Weismainer Schaufenstern zu präsentieren. Entstanden ist dabei ein Weismainer Krippenweg mit insgesamt 55 Krippen, die in 35 Fenstern bewundert werden können.

Statt des Adventseinläutens wurde nun der Krippenweg offiziell gesegnet. So trafen sich die Krippenfreunde mit dem nötigen Sicherheitsabstand vor der Krippe am Ratskellereingang mit den beiden Geistlichen , dem katholischen Stadtpfarrer Gerhard Möckel und der evangelischen Vikarin Christina Saueracker, am Rathaus.

Dank

Erwin Herrmannsdörfer von den Krippenbauern freute sich, dass trotz Regenwetters viele Bürger gekommen waren. Als Anfang November der große Martinimarkt abgesagt wurde, sei klar geworden, dass es auch die Krippenausstellung in ihrer gewohnten Form nicht geben werde, erklärte Erwin Herrmannsdörfer. Deshalb sei er allen, egal ob Privat- oder Geschäftsleuten, dankbar, dass sie ihre Fenster zur Verfügung gestellt haben.

Pfarrer Gerhard Möckel bezeichnete die Krippenausstellung als positiv. Krippen zeigten hin zu Weihnacht und ließen die Menschen ruhig werden angesichts des Weihnachtswunders. Christus lasse alle spüren, wie das göttliche Leben komme.

Vikarin Christina Saueracker setzte sich ebenfalls mit der nahenden Ankunft des Kindes und der Vorbereitung auf Weihnachten auseinander. Eine gute Vorbereitung von Geist und Seele auf die Feier der Geburt Christi ziehe ein schönes Fest nach sich.

Pfarrer Gerhard Möckel lobte die Krippenfreunde, die in einer nicht einfachen Zeit tätig geworden sind, um eine Ausstellung zu präsentieren. Die Stadt schätze sich glücklich, solch engagierte Bürger zu haben, un-terstrich der Seelsorger. rdi