Kreisvorsitzender Klaus Kasper gab bei der Mitgliederversammlung des Kreisverbands der Freien Wähler im Landgasthof „Klosterhof“ in Klosterlangheim bekannt, dass er bei den anstehenden Neuwahlen nicht mehr als Vorsitzender kandidieren würde. Nach zehn Jahren an der Spitze des Kreisverbands und auch nach der schwierigen Zeit in der Corona-Pandemie sei nach seiner Ansicht ein Wechsel und eine personelle Neustrukturierung notwendig.

Kasper richtete in seinem Rechenschaftsbericht daher seinen Blick nicht nur auf das vergangene Jahr zurück, sondern ließ seine fast zehnjährige Amtszeit Revue passieren. In dieser Zeit hätten die Freien Wähler einen enormen Entwicklungsprozess durchlaufen. Aus einer Gruppierung, die sich vor allem um die Belange auf kommunaler Ebene kümmerte, wirke man heute auf allen politischen Ebenen mit. Ein Meilenstein sei die Beteiligung der Freien Wähler an der Bayerischen Staatsregierung mit drei Ministerposten seit der Landtagswahl 2018, der man bis heute angehört. Dass sich die Erfolge auf Landesebene noch nicht auf der Kreisebene durchgeschlagen haben, sei nach Ansicht Kaspers nicht zufriedenstellend. Er bezog sich dabei auf das Ergebnis bei der vergangenen Kreistagwahl 2020, bei der man keine Verbesserung im Vergleich zu 2014 erzielen konnte und weiterhin mit sieben Kreisräten im Kreistag vertreten ist. Ziel sei es schließlich gewesen, ein Mandat hinzuzugewinnen, was man aber knapp verpasste. Am Ende seiner Ausführungen bedankte sich Kasper bei allen, die ihm in den letzten zehn Jahren im Amt des Kreisvorsitzenden unterstützt haben. Zufrieden übergebe er nun den Staffelstab weiter und wünschte dem neuen Kreisvorsitzenden Georg Deuerling und dem neuen Vorstand alles Gute.

Aufgrund des Ausscheidens von Winfried Weinbeer und Hans Bramann war es Klaus Kasper eine besondere Ehre, im Rahmen der Jahreshauptversammlung diese beiden Persönlichkeiten auszuzeichnen. „Ein solches Dankeschön kann man nicht online aussprechen“, betonte er und überreichte im Namen aller Mitglieder einen kleinen Geschenkkorb an Winfried Weinbeer.

Georg Deuerling gab im Anschluss einen Einblick auf die aktuelle Arbeit der sieben FW-Kreisräte Winfried Ernst (Bad Staffelstein), Heinz Petterich (Burgkunstadt), Susanne Bock von Wülfingen (Burgkunstadt), Franz Böhmer (Ebensfeld), Rudolf Panzer (Lichtenfels) und Gabriele Huber (Weismain). So konnte er aus den verschiedenen Ausschüssen über die Themen Erdaushub – geogene Grundbelastung, Klimaschutzbeauftragter für den Landkreis und dem Straßenausbau berichten. Auch der Ausblick im Hinblick auf die kommenden Investitionen mache die Arbeit spannend, so Deuerling. Allein für die weiterführenden Schulen stünden Sanierungen in Millionenhöhe an. Hier kämen neue Herausforderungen auf die Kommunalpolitiker , aber auch auf die Bürger zu – diese hätten am Ende immer die Rechnung zu bezahlen.

Im Nachgang berichtete Gabriele Huber in Stellvertretung für den erkrankten Schatzmeister Heinrich Kunzelmann über die finanzielle Lage des FW-Kreisverbandes Lichtenfels; sie und Rolf Gnatzy als Kassenprüfer bestätigten dem Schatzmeister eine einwandfreie Kassenführung. Die anschließende Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig.

In der im Anschluss durchgeführten Neuwahl wurde Georg Deuerling als neuer Kreisvorsitzender gewählt. Ihm zur Seite stehen Susanne Bock von Wülfingen, Rudolf Panzer und Edwin Richter (gleichberechtigte stellv. Vorsitzende ), Heinrich Kunzelmann (Schatzmeister), Janine Brunecker (Geschäftsführerin), Conny Bremer (Schriftführerin) Andrea Hoch, Anita Rauch, Barbara Dirauf, Michael Zapf, Hans-Jürgen Steger (Beisitzer). red