Matthias Schneider

Ein Stück Normalität kehrte am vergangenen Sonntagmorgen in das Gemeindeleben der Christuskirche in Burgkunstadt zurück: Im Schatten der evangelischen Kirche versammelte sich im Atrium und unter Einhaltung der Mindestabstände eine stattliche Anzahl an Gottesdienstbesuchern und lauschte andächtig und begeistert zugleich Klängen, die man so schon lange nicht mehr vernommen hatte: Der Chor „QuerBet“ hatte zusammen mit Pfarrer Heinz Geyer zum musikalischen Festgottesdienst unter freiem Himmel geladen und präsentierte dabei einen ganz besonderen Gast.

Ein wohlbekanntes Gesicht

„Unter normalen Umständen hätte am heutigen Sonntag das Gemeinde- und Kindergartenfest der Christuskirche stattfinden sollen. Umso glücklicher sind wir, dass mit Darius Rossol ein in unser Gemeinde wohlbekanntes Gesicht unter uns ist“, verlieh Pfarrer Geyer seiner Freude Ausdruck darüber, dass der deutschlandweit bekannte und beliebte Chorleiter und Musiker aus Köln wieder an den Obermain gereist war.

Zusammen mit Joe Baer am Elektrobass hatte er sich über das Wochenende mit den Mitgliedern des Gemeindechors „QuerBet“ und einzelnen Gästen auf diesen musikalischen Festgottesdienst gründlich vorbereitet.

Das Ergebnis dieser Kooperation gab es beim Sonntagsgottesdienst zu bestaunen und traf bei dem musikalisch „ausgehungerten“ Publikum auf offene Ohren und Herzen. Ganz im Sinne von „QuerBet“ und im Stil Darius Rossols offenbarte der Chor neben einem einfühlsamen Klangvolumen dabei auch immer wieder Trost spendende Botschaften, wie beispielsweise „Ich will euch geben von der Quelle des lebendigen Wassers“.

Darius Rossol blieb dabei auch 2021 seinem Stil treu, indem er dem Chor neben der unbändigen Freude am Singen auch immer den Mut zum Improvisieren vermittelte. Mut und Optimismus vermittelte auch die Predigt von Pfarrer Geyer, indem er der Frage nachging, was das Kreuz Jesu den Menschen biete: „Vom Kreuz aus kommt die Kraft Gottes, die in die Welt kommt!“

Die letzte positive Botschaft des musikalischen Festgottesdienstes gehörte aber dem Chor und Darius Rossol: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt“ lautete der musikalische Abschiedsgruß, dem sich aber noch eine vom Publikum eingeforderte Zugabe anschloss.