Das Jugendsommerferienprogramm in der Gemeinde Altenkunstadt ging in seine nächste Runde. Diesmal wurde den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geboten, einen Bumerang – früher auch die Waffe so bekannter Volksstämme wie der Aborigines – zu basteln. Gerhard Kunze zeigte, wie’s geht.

Die ältesten Bumerangs aus Holz wurden bei Ausgrabungen in Australien zutage gefördert, sie sind etwa 10 000 Jahre alt. Noch älter sind Bumerang-Funde, die aus dem Stoßzahn eines Wollhaarmammuts gefertigt wurden, und selbst in ägyptischen Grabkammern gehörten Wurfhölzer zu den Beigaben. Die traditionelle Form eines Bumerangs, erklärte Gerhard Kunze, gleicht dem Buchstaben „L“; jedoch gibt es inzwischen Ausführungen, die drei und mehr „Arme“ aufweisen. Allesamt haben sie aber eine ziemlich ähnliche Form, die einen dynamischen Auftrieb erzeugt. Sie ähnelt dem Flügelprofil eines Flugzeuges. Dabei gab es immer zwei wesentliche Unterscheidungsmerkmale: die Jagdbumerangs, die weiter und zielsicherer fliegen konnten, und die sogenannten „Rückkehrbumerangs“ die zu ihrem Werfer zurückkehrten.

Letztere durften dann die Mädchen und Buben sogleich in Angriff nehmen. Gerhard Kunze entschied sich dabei nicht wie üblich für Hartholz , sondern für Sperrholz , das einfach von Kinderhänden leichter zu bearbeiten ist. Natürlich wurden gleich auch die Flugeigenschaften der selbst gefertigten Bumerangs überprüft.

Bei einem kurzen Besuch hatte sich auch Erster Bürgermeister Robert Hümmer über das Interesse gefreut und sich bei Gerhard Kunze für seinen Einsatz bedankt. dr