Beim Finallauf um die deutsche Rallyemeisterschaft war bei der AvD Sachsen-Rallye rund um Zwickau auch der Burgpreppacher Pilot Florian Just mit seinem Co Matthias Motschenbacher aus Weismain am Start. Justs jüngerer Bruder Tobias fuhr mit Beifahrerin Hanna Ostlender in der Division RC4 ganz vorne mit und wurde unglücklich Zweiter. Florian Just kam in der gleichen Gruppe nach technischen Problemen auf Rang 6.

Mit nur 50 Startern war das Teilnehmerfeld recht schwach, vor zwei Wochen bei der Drei-Städte-Rallye waren es noch über 100 Teilnehmer gewesen.

Der Veranstalter hielt dieses Jahr zwölf Wertungsprüfungen mit über 150 Kilometern bereit, die ausschließlich über asphaltierte Straßen verliefen. Die schnellen, aber unebenen Strecken verlangten eine hohe Fahrzeugbeherrschung von den Fahrern.

Nach dem starken Ergebnis bei der Drei-Städte-Rallye wollten Tobias Just und seine saarländische Beifahrerin auch in Sachsen wieder ganz vorne mitfahren. Der Burgpreppacher setzte am Freitagabend zwei von vier Bestzeiten in der Division und behauptete sich damit vor den stärkeren, modernen Rallye-4-Fahrzeugen mit Turbo-Aufladung. Damit stand das Team Just/Ostlender nach der letzten Freitags-WP mit nur 0,9 Sekunden Rückstand auf Platz 2 in der Division RC4 und 11. Gesamtrang.

Für den älteren Bruder Florian Just und seinen Co Matthias Motschenbacher lief die erste Wertungsprüfung nicht nach Plan. Nach nur wenigen Kilometern der zehn Kilometer langen WP löste sich die Hochdruckleitung der Servolenkung und ein Lenken war nur noch mit stark erhöhtem Kraftaufwand möglich.

Ohne Servolenkung Zeit verloren

Dies kostete das Team rund 30 Sekunden. „Wir konnten die Lenkung auf der Verbindungsetappe zur nächsten WP reparieren, da wir alle notwendigen Werkzeuge im Auto dabeihatten. Dennoch ist es gerade zu Beginn der Rallye etwas ernüchternd, wenn man so weit zurückfällt“, erklärte der Motschenbacher.

Das Team wählte zudem eine zu harte Reifenmischung, was sich auch in den Zeiten am Freitag niederschlug. Just/Motschenbacher lagen nach Tag 1 auf dem letzten Platz in der Division und nur auf Rang 19 im Gesamtergebnis.

Aufholjagd am zweiten Tag

Am Samstag startete Florian Just mit der Aufholjagd und manövrierte seinen Citroen C2R2 max fehlerfrei über die verbleibenden acht Wertungsprüfungen, die im vogtländischen Mühlviertel und zwischen Zwickau und Plauen lagen. „Wir konnten einige Top-Ten-Zeiten setzen. Das Auto lief einwandfrei. So macht Rallyefahren Spaß“, sagte Florian Just vor den verbleibenden Prüfungen am Nachmittag.

Das Team fuhr weiter konstante Zeiten, leistete sich auf der letzten Prüfung in der letzten engen Haarnadelkurve dann doch noch einen kleinen Fehler und musste den Rückwärtsgang einlegen. Am Ergebnis änderte sich jedoch nichts mehr und die Aufholjagd endete auf einem hervorragenden elften Gesamtrang und Platz 6 in der Division RC4.

Der jüngere Just-Bruder Tobias sorgte auch am Samstag mit zwei weiteren Bestzeiten in der Division für gute Stimmung, blieb aber am Nachmittag nicht von Problemen verschont, als die Kupplung immer schlechter das Getriebe vom Motor trennte. Kurz vor Ende der Rallye musste das Team eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe hinnehmen, obwohl die Onboard-Aufnahmen keinen Verstoß zeigte. Doch die Entscheidung des Streckenpostens war nicht anfechtbar. Am Ende standen Just/Ostlender auf Gesamtrang 7 und Platz 2 in der Division RC4 mit nur 8,7 Sekunden Rückstand auf den Sieger. red