„Advent im Schlossgarten “, bei diesem Ereignis in Strössendorf richteten viele Besucher am Sonntag den Blick auf das bevorstehende Weihnachtfest. Tiefsinnige Lesungen und das Mitwirken des Posaunenchors von Strössendorf gaben dazu eine besonderen Rahmen. Zugleich war zu spüren, dass sich gerade in dieser Jahreszeit die Menschen nach Ruhe und Besinnlichkeit sehnen.

Einprägsam mit dem bekannten Werk „Macht hoch die Tür“ nahm der Posaunenchor unter der Leitung von Pfarrer i.R. Rudolf Ranzenberger die Einstimmung des „Advents im Schlossgarten “ von Strössendorf vor. Zwar war es diesmal nicht der gewohnte Rahmen mit heißen Getränken und den beliebten fränkischen Bratwürsten, doch konnte dennoch der heimische Verein „Tribblmörsi“ wieder einen ganz besonderen Akzent setzen, indem er die Bäume mit Lichterketten ausgestattet hatte und so eine außergewöhnliche Stimmung in der Vorweihnachtszeit, zu Füßen von Schloss und Kirche in Strössendorf, vermittelte.

Mit herzlichen Worten begrüßte anschließend Kirchenvorsteher Reinhold Sterzer die erfreulicherweise vielen Mitchristen, die in den Schlossgarten gekommen waren, und dankte allen, insbesondere Pfarrer Ranzenberger, dem Posaunenchor Strössendorf, der Pfarrsekretärin Sabine Krausche und den Mitgliedern des „Tribblmörsi“ für ihre Mitwirkungen und Tätigkeiten. Mit Blick auf den lichtererfüllten Rahmen wies Sterzer darauf hin, dass auch am Heiligen Abend zur Christvesper um 17 Uhr allen Gottesdienstbesuchern nochmals dieser glanzvolle Anblick geboten werde, und richtete deshalb bereits an dieser Stelle eine Einladung an alle. Dank sagte Sterzer auch Horst Trenkwald, Neuses, der für die beiden evangelisch-lutherischen Gotteshäuser in Strössendorf und Altenkunstadt sowie den Schlossgarten jeweils die Weihnachtsbäume spendete.

Gott in der Mitte wissen

Abwechselnd zu den Lesungen von Reinhold Sterzer, Sabine Krausche und Pfarrer Rudolf Ranzenberger gab es ein instrumentales Zwischenspiel des Posaunenchors mit bekannten Weihnachtsliedern. Gemeinsam lenkten sie den Blick auf den letzten Adventssonntag , an dem die vierte Kerze entzündet wurde. Damit wird es nicht nur wieder ein kleines bisschen heller, sondern auch die Vorfreude steigt weiter an. Auch wenn viele jetzt die letzten Geschenke kaufen und das Festmahl vorbereiten, sei eines der wichtigsten Ereignisse das Erwarten der „Heiligen Nacht“. Deshalb sei man im Advent zusammengekommen, alle dürften dabei Gott auch in ihrer Mitte wissen, um sich zu erinnern, dass in dieser Zeit dessen Sohn Jesus Christus Mensch geworden sei.

Pfarrer Ranzenberger sprach mit den Gläubigen ein Gebet, spendete den kirchlichen Segen und ermutigte alle, ganz einfach weiterhin füreinander da zu sein.

Danach gab es noch ein ganz besonderes Ereignis, denn Rolf Gnatzy von der Pfadfinderschaft in Altenkunstadt hatte ein Friedenslicht in den Schlossgarten mitgebracht, das tatsächlich einen 3000 Kilometer langen Weg von Bethlehem aus über Wien, Bad Staffelstein bis nach Strössendorf zurückgelegt hatte. Jeder durfte daran seine eigene Kerze entzünden und diese dann mit nach Hause nehmen, um zu bekunden, dass es dieses Friedenslicht nicht nur zu teilen und weiterzureichen gelte, sondern alle Menschen guten Willens auch verbinden sollte.

Hingewiesen wurde seitens der Pfarrei zudem auf den Familiengottesdienst am 24. Dezember um 15 Uhr vor der Kreuzbergkirche, die Christvesper am Abend um 17 Uhr im Schlossgarten von Strössendorf sowie die gemeinsamen Gottesdienste am 1. Weihnachtsfeiertag um 9.30 Uhr in Strössendorf und am 2. Weihnachtsfeiertag um 10 Uhr in Altenkunstadt .