„Die Gesellschaft ist auf dem Weg von einer realen, analogen Welt in eine digitale Welt: Digitale Realitäten werden immer selbstverständlicher!“ Hermann H. Hacker spricht diese Wahrheit nicht nur deutlich aus, er setzt auch nach: Homeoffice, Videokonferenzen, Online-Einkäufe, Internetauftritte, Heimkino statt realem Kino – sogar Essen würde online bestellt und geliefert. „Die Menschen isolieren sich selbst und empfinden die digitale , berührungslose Welt als real“, so der Vorsitzende der KIS, der Kultur-Initiative Bad Staffelstein .

„Das Gefühl, wie eine Gesellschaft funktioniert und ineinander durch persönliche Kontakte geformt wird, geht doch dabei verloren“, klagt Hacker . Es müsse dringend etwas geschehen! Hacker formuliert dies kurz und prägnant so: „Ziel der KIS muss es sein, wieder das Menschliche, Persönliche, die Kontaktfreude und Lebensfreude in den Mittelpunkt zu rücken und als attraktiv zu kommunizieren.“

Jetzt gibt es endlich wieder „echte“ Veranstaltungen, Künstler zum Anfassen, Gespräche und Unterhaltungen mit einem realen Gegenüber – und das Gefühl „Staffelstein lebt wieder!“ Auch die KIS war von den Corona-Regelungen betroffen:  keine Veranstaltungen, keine Treffen, keine Ausstellungen , keine Termine. Dann brachte zusätzlich der 2019 begonnene Umbau und Ausbau der Spielstätte „Alte Darre“ das kulturelle Angebot für die Region fast zum Erliegen.

Doch nun ist die Kleinkunstbühne in der Stadtmitte wieder bereit für ihre Gäste und Zuschauer. Im neu gestalteten Zuschauerraum finden nun 100 Gäste einen Sitzplatz, die Bühne wurde vergrößert und auch ein Backstage-Raum wurde geschaffen. Der Eingang ist nun barrierefrei, ebenso die Garderobe und Toiletten in der Alten Darre. Einen Tag der offenen Tür wird es am 28. November geben, die offizielle Einweihung von Seiten der Stadt ist geplant, jedoch noch nicht terminiert. Wer nicht solange warten mag, sondern sich freut, dass das kulturelle Leben endlich wieder zurückgekehrt ist, findet spannende und interessante Themen im Programmflyer der KIS.