„Es ist ein großartiger Auftritt, den die Soldatinnen und Soldaten hier bei uns hinlegen“, lobte Landrat Christian Meißner die Amtshilfe der Bundeswehr in der Pandemiebekämpfung aus gegebenen Anlass: Oberstarzt Dr. Tobias Gamberger, Kommandeur des Sanitätslehrregiments „Niederbayern“ in Feldkirchen, informierte sich über den ersten Einsatz „seiner“ Soldaten in einem Impfzentrum . Im Rahmen des Besuchs trug er sich auch in das Goldene Buch des Landkreises Lichtenfels ein.

„Es ist mir stets ein großes Anliegen, zu sehen, wie die Zusammenarbeit vor Ort klappt und was unsere Leute vor Ort leisten“, stellte der Oberstarzt heraus. Am Rande ließ Gamberger durchblicken, dass die aktuell fünf Soldaten „aus meinem Regiment genau in der Stadt Hilfe leisten, in der ich persönlich die Weichen für mein späteres Leben – durch meinen Besuch und das Abitur am Meranier-Gymnasium – gestellt habe“. Bis zu seinem Studium in Erlangen habe er in Oberwallenstadt gewohnt.

Wie Landrat Meißner deutlich machte, haben die fortlaufend hohen Covid-19-Infektionszahlen, die Nachverfolgung der Infektionsketten, Tests und Impfungen die personellen Kapazitäten im Landkreis an die Grenzen gebracht. Ohne den engagierten Einsatz der Bundeswehrsoldaten „wäre der Kampf gegen die Pandemie sehr viel schwieriger“, so Meißner.

Mit Blick auf die Impfzahlen stellte der Landrat heraus, dass der Landkreis signifikant über der bayerischen und bundesweiten Quote liege und als einer der kleineren bundesweit seit Wochen eine Spitzenposition einnimmt. Die Zahl der Impfungen soll laut Meißner weiterhin mit Nachdruck vorangebracht werden. Problematisch sei gewesen, dass lange Zeit nur wenig Impfstoff geliefert wurde, weswegen es anfänglich sehr schleppend vorangegangen sei. „Wir haben bislang jede Dosis verimpft, die wir hatten. Aktuell sind im Impfzentrum bis zu 650 Impfungen pro Tag möglich – wenn wir genügend Impfstoff bekommen“, informierte er weiter.

Insgesamt hat der Landkreis über das Kreisverbindungskommando 27 Anträge auf Hilfeleistung durch die Bundeswehr gestellt. Seit November 2020 waren 48 Soldaten im Landkreis im Einsatz. Aktuell sind es 22. red