Die Gemeinde Altenkunstadt setzt bei dem Projekt „In der Heimat wohnen“ ihre bewährte Partnerschaft mit dem Caritasverband im Landkreis Lichtenfels fort. Nun wurde ein neuer Vertrag für den Quartiersstützpunkt und die weiteren Angebote in Altenkunstadt unterzeichnet, der die Kooperation für weitere drei Jahre festschreibt. Die Leiterin des Projektes, Angela Lohmüller, konnte bei dieser Gelegenheit auch mit vielen Neuerungen aufwarten.

Bei seiner Begrüßung im Rathaus von Altenkunstadt sprach Erster Bürgermeister Robert Hümmer von einem erfreulichen Ereignis. Quartiersmanagerin Angela Lohmüller nutzte diese Gelegenheit, um etwas intensiver auf ihre Tätigkeit einzugehen. Regelmäßig konnten Veranstaltungen und Treffen für die Bürger Altenkunstadts sowie Sprechstunden für die Seniorinnen und Senioren abgehalten werden,

Mittlerweile wurde auch ein Forschungsprojekt der Hochschule Coburg zur „interaktiven Gemeindeentwicklung“ in der Region mit aufgegriffen, dessen gemeinsames Anliegen es ist, die jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren mit den älteren ab 65 Jahren zusammenzubringen.

Sowohl Hochschule als auch Projektverantwortliche sehen es als ein besonderes Anliegen, durch das gemeinsame Engagement letztendlich das Wohlbefinden in den jeweiligen Heimatorten zu steigern. In diesem Zusammenhang werden spezielle Themenbereiche wie Gesundheit, Freizeit und Mobilität im Mittelpunkt stehen, die in Form eines Mikroprojektes umgesetzt werden sollen.

Sprechstunden geplant

Angela Lohmüller ergänzte in diesem Zusammenhang, dass man sich weiterhin seitens der Caritas auch in der Beratungsfunktion für wichtige Anliegen der Einwohnerschaft, beispielsweise zu den Wohnformen im Alter, der Patientenverfügung etc., sehe und verstärkt auch Außensprechstunden in den Ortsteilen von Altenkunstadt geplant sind. Während eine lieb gewordene Veranstaltung mit dem Adventsbasar in diesem Jahr aus verständlichen Gründen abgesagt werden musste, sei ein weihnachtliches Bläserkonzert für das Seniorenheim und die Mieter in den Seniorenwohnungen beabsichtigt.

Bei einem Ausblick informierte Angela Lohmüller noch darüber, dass demnächst das Caritasbüro in das Caritas-Beratungshaus (Theodor-Heuss-Straße 15) umziehen werde. Hierbei gebe es dann auch ab dem Jahr 2022 neue Angebote. Eine digitale Sprechstunde mit Einzelberatungen befindet sich in Planung.

Angela Lohmüller konnte danach noch von einer weiteren Neuerung berichten, denn das Projekt „In der Heimat wohnen“ des Caritasverbandes für den Landkreis Lichtenfels, das Friedrich-Baur-Seniorenzentrum und die Einrichtung Regens Wagner von Burgkunstadt haben sich zusammengetan und sich um einen Rikscha-Standort beworben. Diesen gemeinsamen Bemühungen war jetzt Erfolg beschieden, denn mit Unterstützung der Adalbert-Raps-Stiftung wurde es möglich, dass im neuen Jahr mit diesen Rikschafahrten den Senioren etwas Besonderes geboten werden kann.

Der Kreisgeschäftsführer des Caritasverbandes , Thomas Geldner, zeigte sich erfreut darüber, dass die Gemeinde und der Gemeinderat von Altenkunstadt dem Wohnmodell „In der Heimat wohnen“ ihre Unterstützung und finanzielle Beteiligung von rund 31 000 Euro zugesagt haben, wofür er sich bei der Kommune und dem Gemeindegremium bedankte. In ähnlicher Form, so Geldner, bringe sich auch der Caritasverband selbst finanziell in dieses gemeinsame Projekt ein, das damit fortgeführt und weiter aufgebaut werden könne.

Ganz offiziell erfolgte im Anschluss daran die Vertragsunterzeichnung des Wohnmodells für weitere drei Jahre.