Ein weiteres Osterfest unter Corona-Bedingungen steht bevor und erneut wird vieles nicht möglich sein, was Christen gewohnt sind. Guardian Pater Maximilian erklärt im Gespräch, wie das wichtigste Fest des Christentums im "fränkischen Betlehem" gefeiert werden kann.

"Die Schutz- und Hygienekonzepte der Kirchen haben offenbar überzeugt: Abstand, Desinfektion , regelmäßiges Lüften und Maskenpflicht. Wir feiern die Gottesdienste wie immer, achten aber sehr genau, dass unser Schutz- und Hygienekonzept eingehalten wird", erklärt Guardian Maximilian. Kontaktbeschränkungen, Masken und Abstand seien sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen, um eine Infektion mit dem Coronavirus weitgehend zu verhindern. "Wenn Sie berechtigte Angst vor einer Ansteckung haben, bleiben Sie daheim und genießen die Fernseh-Gottesdienste. Gott wäre nicht böse, wenn wir nur am Online-Gottesdienst teilnehmen." Die Fernseh-Gottesdienste seien so professionell und kreativ gestaltet, dass die Mitfeier daheim zu einem echten Erlebnis werden kann", erklärt Pater Maximilian.

Das Gottesdienstangebot auf dem "heiligen Berg" besteht für alle, die Ostern in Präsenzgottesdiensten feiern wollen. Wegen der aktuellen nächtlichen Ausgangssperre wurde auch die Osternacht bereits von 21 auf 19.30 Uhr vorverlegt. In der Basilika stehen maximal 160 Plätze zur Verfügung, es gelten die seit Wochen praktizierten und bewährten Regeln (Abstand, daher Sitzplatzmarkierung beachten, FFP2-Maske tragen, Hände beim Betreten der Kirche desinfizieren ). "Wir haben von einer Anmeldepflicht abgesehen, weil wir davon ausgehen, dass sich in der derzeitigen Lage die Zahl der Kirchenbesucher in Grenzen hält. Sollten doch viele kommen, werden wir den Gottesdienst akustisch nach außen übertragen", so der Franziskanerpater.

Die Basilika ist auch außerhalb der Gottesdienste als Ort des Gebetes und der Besinnung von 7.30 bis 17 Uhr geöffnet. "Wir bieten in der Karwoche in geschütztem Rahmen Beichtgelegenheit und Einzelgespräche an, ebenso steht, solange es möglich ist, unser Gottesdienstangebot. Hausbesuche sind derzeit nur in begründeten Fällen auf Anfrage angebracht und sinnvoll", erklärt der Guardian.

Hoffnung auf das ewige Leben

" Ostern begründet unsere Hoffnung, dass auch wir nach unserem Tod auferstehen und bei Gott weiterleben dürfen. An Ostern feiern wir unsere Beheimatung in Gott. Schon der Apostel Paulus schreibt im 1. Korintherbrief: ,Wenn aber verkündet wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht? Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube nutzlos‘". Wer also nicht an die Auferstehung der Toten glaube, dem könne selbst der Osterhase nicht weiterhelfen", meint Franziskanerpater Maximilian mit einem Schmunzeln. "An Ostern feiern wir das neue Leben, das uns in Jesus Christus als dem Auferstandenen geschenkt ist." Das Osterei gilt seit jeher als Symbol für die Auferstehung und steht für die Wiedergeburt , da aus dem Ei neues Leben schlüpft. Das Verstecken und Suchen der Ostereier - ursprünglich ein heidnischer Brauch - weist auf die Überraschung hin, die Ostern für uns bereithält: das neue Leben außerhalb der Dimensionen von Raum und Zeit. " Ostern heißt: Das Beste kommt erst noch. Wenn wir nach unserem Tod auferstehen dürfen, ist die Freude noch viel größer als beim Entdecken des versteckten Osternestes oder dem Genießen der leckeren Ostergaben", so Pater Maximilian. gkle