Spaß und Freude gibt es beim Ferienprogramm der Kommunen Altenkunstadt und Burgkunstadt für die teilnehmenden Kinder.

Was die Buben und Mädchen beim Papierschöpfen und Malen mit Elfriede Dauer und Maria Bienlein erfuhren, war zudem sehr lehrreich. Die Frage von Maria Bienlein, wo man überall Papier findet, konnten die Kinder leicht beantworten: Die Zeitung und Prospekte, Druckerpapier sowie Toilettenpapier und Kartonverpackungen wurden genannt. Da war die Frage, woher das Papier kommt, etwas schwieriger zu beantworten. Da gibt es Papyrus, eine Pflanzenart aus der Gattung der Sauergrasgewächse. Pflanzenteile der Art wurden im Altertum als Rohstoff für die Herstellung von Papyrus genommen, woher der Name Papier stammt.

Heute wird Papier meist aus Holz hergestellt. Im Raum Weismain lief einst die Schrepfersmühle, eine Papiermühle. Unter schwierigen Bedingungen wurde dort von 1740 bis 1880 Papier hergestellt.

Erstaunt waren die Kinder, als Maria Bienlein erzählte, dass jede einzelne Person 250 Kilogramm Papier im Jahr im Durchschnitt benötige. Es sei wichtig, den Verbrauch von Papier so weit wie möglich zu minimieren, damit die Wälder weltweit geschont werden. Fast jeder könne dabei seinen Beitrag leisten, sagte sie. Papierabfälle, die in die grüne Tonne kommen, werden recycelt für bestimmte Papierprodukte wie Zeitungspapier oder Toilettenpapier. Die Wiederverwendung geschieht in einem ähnlichen Vorgang wie das Papierschöpfen.

Damit waren die Kinder und Maria Bienlein beim Thema angekommen: „Aus Altpapier selbst Papier schöpfen“.

In einer Bütte, einem großen fassartigen Gefäß, werden Fasern und Schnipsel aus Altpapier aufgeweicht und durch Zusammenstoßen zerkleinert. Die Zerkleinerung ist auch mit einem Mixer möglich. Je feiner die Masse, umso feiner wird das am Ende entstehende Papier . Mit Schöpfen und in weiteren Schritten kann das Papier gewonnen werden. Später bemalten die Kinder „ihr“ Papier .