Mit einer 75:82-Niederlage gegen Montenegro hat die deutsche Basketball-Nationalmannschaft die Europameisterschafts-Qualifikation am Montagabend beendet. Von sechs Spielen verlor das Team von Bundestrainer Henrik Rödl fünf - kein Ruhmesblatt, auch wenn Rödl die besten Spieler aus der NBA und der Euroleague fehlten. Damit mussten aber auch die anderen Nationen umgehen. So löste etwas Litauen durch einen 77:76-Zittersieg über Dänemark in letzter Sekunde sein EM-Ticket. Lettland, das unter anderem auf den NBA-Stark Kristaps Porzingis oder den Ex-Bamberger Janis Strelnieks verzichten musste, verpasste dagegen die kontinentalen Titelkämpfe.

Andreas Seiferth sehr effizient

Im für beide Teams bedeutungslosen Match - Deutschland ist als EM-Gastgeber qualifiziert, Montenegro sicher Gruppenletzter - wurde dennoch um den Sieg gekämpft. Von den fränkischen Bundesligisten überzeugte besonders der Bamberger Kenneth Ogbe mit zehn Punkten, neun Rebounds und großem Einsatzwillen. Der Bayreuther Center Andreas Seiferth war in elf Minuten Einsatzzeit mit zwölf Zählern sehr effizient. Brose-Forward Christian Sengfelder (4 Punkte) konnte sich in 18 Minuten kaum in Szene setzen. Sein Vereinskollege Bennet Hundt stand nur knapp sieben Minuten auf dem Parkett, da im Gegensatz zum Samstagspiel gegen Großbritannien Ismet Akpinar (Bahcesehir Istanbul) auf der Guardposition mit 19 Punkten deutlich besser agierte und auch der Hamburger Justus Hollatz mehr Spielanteile erhielt.

Olympia-Quali im Fokus

Nach dem Ende der lästigen EM-Qualifikation richten die deutschen Basketballer ihren Blick auf das Olympia-Qualifikationsturnier Ende Juni in Split (Kroatien). "Es geht klar darum, sich für Olympia zu qualifizieren", sagte Wolfgang Brenscheidt, Generalsekretär des Deutschen Basketball Bundes, am Montagabend. us/dpa