In Einrichtungen wie dem Kindergarten Caritas-Haus für Kinder St. Theresia geht es normalerweise lebhafter zu. Doch vor kurzem waren alle Kinder zu einer Veranstaltung zusammengekommen, bei der es etwas ruhiger zuging. „Es ist Zeit, für das was war, Danke zu sagen, damit das, was kommen wird, unter einem guten Stern beginnt“ war da zu lesen. Abschied hat immer etwas Melancholisches. Das war nicht anders, als nach 47 Jahren Conny Gebert-Scholl verabschiedet wurde.

Sie hatte auf einem besonderen Stuhl in der Mitte des Raums Platz genommen und eine Schärpe mit der Aufschrift „Rentner-Queen“ um. „Es ist schade, dass die Zeit mit dir zu Ende geht“, sagte Einrichtungsleiterin Stefanie Friedrich. „Du warst länger hier als wir anderen zusammen.“ Das meistens die Eltern der jetzigen Kinder bei ihr die Kita besucht haben, sei dafür das beste Beispiel.

In einer selbst zusammengestellten, bewegenden Videobotschaft nahmen auch alle Kolleginnen von Conny Gebert-Scholl Abschied.

Die Kinder Emilia und Hannes überreichten zur Erinnerung eine schöne Bildcollage aus der Kindergartenzeit. Conny Gebert-Scholl selbst sagte, dass der Theresien-Kindergarten zu ihrem zweiten Zuhause geworden sei. Tausende Kinder habe sie begleiten dürfen, und es ist schön, wenn viele sie in der Öffentlichkeit erkennen und ansprechen. Sie könne sicherlich ein Buch über das Erlebte der 47 Jahre schreiben. Im Anschluss durften sich die Kinder und alle persönlich von ihrer "Conny" verabschieden, was mit viel Emotion und einigen Tränen verbunden war. rdi