Die bis in das 14. Jahrhundert zurückgehende Burgbergkapelle, die dem heiligen Jakobus, dem Schutzheiligen der Pilger geweiht ist, ist seit 2005 in den bis nach Santiago de Compostela reichenden Jakobsweg eingebunden. Da sich die der Kapelle vorgelagerten Marter von 1611 in einem schlechten Zustand befand, musste sie durch die Maler- und Kirchenmalerwerkstätte Robert Dörfler aus Bamberg einer gründlichen Restaurierung unterzogen werden, wobei die Malarbeiten Doris Hofmann aus Wolfsdorf ausführte.

Nach einem von Stadtpfarrer Roland Neher zelebrierten Gottesdienst in der Jakobuskapelle stellte der Geistliche die restaurierte Marter auf dem Kapellenvorplatz unter den Segen Gottes. „Wir sollten nicht nur die auf dem Bildstock befindlichen vier Heiligen anrufen, sondern auch ihr Beispiel als Fürbitte und Vorbild annehmen“, betonte der Pfarrer . Der über 400 Jahre alte Sandsteinbildstock besteht aus einem Sockel mit einem oktogonalen Pfeiler mit vierseitigem Aufsatz, der die vier Bilder enthält. Als Vorlage der neuen Bemalung wurden die Darstellungen der Heiligenfiguren in der Kapelle genommen: St. Jakobus als zentrale Statue des Hochaltars, die Statue der Gottesmutter mit dem Jesuskind auf dem Arm an der linken Chorbegrenzung und die Figuren von Kaiser Heinrich und Kaiserin Kunigunde am Kanzelkorb.

Für Kunstmalerin Doris Hofmann ergab sich eine äußerst filigrane Tätigkeit, für die sie viel Lob bekam. Da die auf verzinktem Blech gemalten Darstellungen stark verblichen und verwittert waren, wurden sie abgenommen, die verzinkten Blechtafeln gereinigt, zweimal mit Haftgrund und anschließend zweimal mit weißer Leinölfarbe als Malgrund bestrichen. Schließlich wurden die einzelnen Darstellungen anhand der Fotos vorskizziert und mit Ölfarbe aufgemalt. Die Gesamtkosten für die Pfarrei beliefen sich auf 3748 Euro.

Annemarie Böhm, Mesnerin der Jakobuskapelle und Vorsitzende des katholischen Kapellenvereins Burgberg, hieß nach dem Gottesdienst und der Segnung des Bildstocks alle Anwesenden zu einem kleinen Umtrunk willkommen. Sie freute sich, dass die eigentlich schon für das letzte Jahr vorgesehene, aber coronabedingt ausgefallene Segnungsfeier nun endlich stattfinden konnte. Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner hob hervor, dass nicht nur die Kapelle immer schön für die Pilger hergerichtet werde, die sich von hier auf den Weg nach Santiago de Compostela machen, sondern, dass sich die Marter ebenfalls wieder in einem sehenswerten Zustand befinde. Deshalb unterstütze auch die Stadt die Maßnahme. Ein großes Lob zollte sie Annemarie Böhm, die sich mit viel Herzblut für die Jakobuskapelle einsetze. thi