Mit einer tollen Lichtshow, außergewöhnlichen Instrumenten und beeindruckender Musik gastierte die Pagan-Folk-Rock-Band Faun am Freitagabend im Rosengarten des Kurparks.

„Das Mystische macht es aus, dieses Zurückgetragenwerden und der mittelalterliche Hauch“, erklärt Robert Schmitt aus Bamberg. Seine Tochter Laura Bezolt ergänzt: „Wenn man die Augen zumacht, ist das Leichtigkeit und Unbeschwertheit.“

Tatsächlich herrschte eine ganz besondere Stimmung: Leicht und friedlich, beschwingt und so mancher war gedanklich versunken. Dabei müsste doch das Erscheinungsbild der Band zumindest einen kritischen Blick auslösen: Die Bandmitglieder sind gänzlich schwarz gekleidet, die weiblichen mit Mieder und Spitze, die männlichen in langen schwarzen Mänteln. Auch die alten und exotischen Instrumente aus aller Welt stellen eine Besonderheit dar.

Mit Drehleier und Dudelsack

Harfe, Laute, Drehleier, Dudelsack, Schlüsselgeige, japanische Trommeln, orientalische Rebab-Geigen sind einige Namen, die ein Laie kaum zu identifizieren mag. Durch den Mix von alten Instrumenten mit Synthesizern und Samplern betont die Pagan-Folk-Band auch eine enge Verbundenheit zur Natur. Sie ist auch immer wieder das Thema verschiedener Songs und Statements an das Publikum.

Eine ganz besondere Verbundenheit schafft auch der Bandgründer Oliver Pade alias Oliver s. Tyr, indem er immer wieder kurze Informationen zur Band, aber auch den Songs verrät: Es sind Titel wie „Tamlin“, die in der Dämmerung des Kurparks die Tragik der Geliebten eines Jünglings vertonen, der von der Königin der Feen geraubt worden ist. Das Wiederaufgreifen alter Balladen, wie dieser schottischen, und ihre Übertragung in eine deutsche Version ist für die Folk-Band Faun charakteristisch.

Eindringliche Melodien

Auch der Titel „Odin“ aus einer bekannten nordischen Sage ist solch eine Schöpfung und erzählt musikalisch in beeindruckender Manier von Runenzauber. Auch hier sind es eindringliche Melodien , die später Jung und Alt zum Tanz und Gesang einluden – begleitet von den glockenklaren und eindrucksvollen Gesängen von Laura Fella und Adaya de Bairaclilevy. Eine Lichtshow aus Blau-, Lila- und Rottönen ergänzte die Stimmung. Wie heißt nun das Genre? Manche nennen es deutschsprachiger Mittelalter-Folk, manche Pagan-Folk-Rock. „Oder einfach: Ganz tolle Musik“, verriet Familie Drews aus Crimmitschau bei Zwickau.