Die Corona-Pandemie hat die Pläne vieler Menschen gründlich durcheinandergewirbelt. So erging es auch den Lichtenfelser Konfirmanden im vergangenen Jahr, denn ihr großes Fest musste 2020 abgesagt werden. Am Pfingstwochenende wurde es nachgeholt. In zwei Festgottesdiensten in der Martin-Luther-Kirche feierten 15 Jugendliche zusammen mit Pfarrerin Anne Salzbrenner und Diakon Simon Croner Konfirmation und bestätigten damit ihr eigenes Ja zum Christsein.

Pfarrerin Anne Salzbrenner rief in Erinnerung, dass die jungen Menschen lange auf ihre Konfirmation gewartet hätten. Ohne Abstand und in warmer Atmosphäre sollte gefeiert werden, doch es sei anders gekommen. Die Vorstellungen seien durch die Corona-Pandemie wie Seifenblasen geplatzt. Darüber könne man ziemlich frustriert sein. Doch dies wäre dumm, betonte die Pfarrerin . Sie verglich das Spiel mit den Seifenblasen, von denen man weiß, dass sie letzten Endes zerplatzen, mit dem christlichen Glauben . Denn Christen seien aufgerufen, das Leben zu leben, wie es eben gegeben ist, und daraus das Beste zu machen.

Obwohl das Leben Jesu mit dem Tod am Kreuz geendet habe, gehe die Hoffnung weiter durch die Auferstehung, fuhr die Pfarrerin fort. Auch wenn sich manche Wünsche nicht erfüllten und das Leben anders verlaufe als geplant, wäre es fatal, bei zerplatzten Träumen hängen zu bleiben. Der Heilige Geist , den die Christen am Pfingstfest feiern, befähige die Menschen, die Hoffnung nicht aufzugeben und der Realität die Stirn zu bieten. Und so bewirke der Geist Gottes, dass die Menschen ihre Möglichkeiten und Begabungen erkennen und ihren Lebensweg gehen.

Mit christlicher Hoffnung im Herzen

Pfarrerin Salzbrenner wünschte den Konfirmanden, dass sie auf der Suche nach dem eigenen Weg offen blieben für die Möglichkeiten, die ihnen das Leben bietet, und erinnerte sie an die Gewissheit, dass Gott sie in eine Gemeinschaft gestellt habe, die ihnen zur Seite stehe. Der Schöpfer habe jedem Menschen Gaben und seinen guten Geist mitgegeben, die in jungen Jahren entdeckt werden wollen. So seien die Mädchen und Jungen auch in schwierigen Zeiten wie jetzt in der Corona-Pandemie mit der christlichen Hoffnung im Herzen und Gottes gutem Geist gut gerüstet auf dem Weg zum Erwachsensein.

Mit der Verlesung der Konfirmandensprüche, der Einsegnung und dem gemeinsamen Abendmahl erreichten die beiden Gottesdienste ihren Höhepunkt, bevor Daniel Kalkus den Mädchen und Jungen im Namen des Kirchenvorstands Glück- und Segenswünsche zusprach.

Für den Gesang und die Orgelbegleitung in den Festgottesdiensten sorgte Kirchenmusikdirektor Klaus Bormann in bewährter Weise. Joachim Wegner