Mit einem Jahr Verspätung feierten die Frauen und Männer ihre Jubelkommunion, die 2020 wegen Corona ausfallen musste. Die Jubelkommunion für die Silberjubilare wurde auf deren Bitte nochmals auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

„ Jesus Christus war ihnen das Leitmotiv für das ganze Leben“, sagte Pater Rufus Witt bei der Begrüßung und dankte den Jubilaren herzlich dafür, dass sie an diesem besonderen Tag in ihre Heimatkirche gekommen sind. An die Wiederkehr ihrer ersten heiligen Kommunion erinnerten sich die Jubilare noch sehr gut und auch an die jeweiligen Pfarrer , aus deren Hand sie die Erstkommunion empfangen hatten. Früher waren Pfarrer hoch geachtete Respektspersonen.

Als die Glocken abgeholt wurden

Mit großer Dankbarkeit feierte Rita Rieger die Wiederkehr ihrer Erstkommunion, ihre Tochter Helene war bei den Goldenen Jubilaren dabei. Als Rita Rieger 1940 zum ersten Mal die Heilige Kommunion empfing, war Karl Römer Pfarrer in Mainroth ; ihm folgten Johann Böhmer und Hubert Thomalla als Kommunionspender. Rita Rieger, die im Jahr 1931 geboren wurde, musste zwei Jahre nach ihrer Erstkommunion miterleben, wie die zwei großen Glocken aus der Mainrother Kirche abgeholt wurden. Auf Anordnung der damaligen Reichsregierung mussten diese für Kriegszwecke abgeben werden, nur die kleinste wurde verschont. Im gesamten Bistum Bamberg wurden im Zweiten Weltkrieg 72 Prozent aller Glocken verhüttet und eingeschmolzen, und nicht nur dort, sondern im ganzen Reich.

Das war für Mainroth besonders schmerzlich, denn diese Glocken waren erst im Jahr 1921 angeschafft worden, als Ersatz für die eingeschmolzenen Glocken aus dem Ersten Weltkrieg .

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Michael Gärtlein, verlas die Namen aller Jubilare und wünschte ihnen einen frohen Jubeltag, an dem die sonst üblichen Klassentreffen nicht stattfinden durften. Den feierlichen Gottesdienst umrahmte Ingo Jahn an der Orgel und mit Gesang. ik