Eigentlich war es von vorneherein klar, dass das Konzert mit dem Titel „Herzmomente mit Steffi and Friends“ in der Dreifaltigkeitskirche von Marktgraitz etwas Besonderes werden würde. Es war der letzte von sieben Beiträgen des Zyklus „Musikalische Andacht“, welcher seit November 2020 durchgeführt wurde.

Pfarrer Lars Rebhan freute sich, dass dazu Steffi Herrgesell wieder in Erscheinung trat. Sie habe bisher schon in der Pandemiezeit musikalisch die Pfarrei immer wieder unterstützt. Steffi Herrgesell ist Leiterin des Kirchenchores in Marktgraitz , den sie 2001 mit gründete. Ebenfalls hat sie 2001 den Frauenchor „Vocalensemble Coburg“, einer der sicherlich leistungsstärksten Chöre im Sängerkreis Coburg-Kronach-Lichtenfels, gegründet und dirigiert ihn.

Für ihr „Heimspiel“ in Marktgraitz hatte sie sich etwas Besonderes einfallen lassen. So handelte es sich bei den Beiträgen um erlesene Musikstücke , die meist sogar Weltruf erlangt hatten. Die musikalische Umsetzung ihrer drei Mitstreiter Alexandra Janson ( Gesang /Gitarre) Matthias Berg (Schlagzeug/ Gesang ) sowie Matthias Reuß (Piano) und der Gesang waren eine Klasse für sich.

Mit viel Inhalt

Und dann gesellte sich noch der Begriff „Herzmomente“ dazu. In den Liedern „Weilst a Herz host wie a Bergwerk“ von Reinhard Fendrich, „Can’t help falling in love“ von Elvis Presley , oder „The Rose“ von Bette Middler wurde ganz große Gefühle ausgedrückt. In einem tollen Wechselgesang brachten die Akteure „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen zu Gehör. Mit dem anmutigen Text „Ein schöner Tag“, basierend auf dem schottischen Kultstück „Amzing Grace“, endeten 90 Minuten ganz starke Musik mit viel Inhalt.

Wohl selten hat es in der Marktgraitzer Pfarrkirche einen so lange anhaltenden Beifall für Künstler gegeben. Pfarrer Rebhan zeigte sich sehr angetan von Text und Beiträgen, die sehr gut in ein Gotteshaus passen würden. Auch Kirche dürfe natürlich Herzmomente erleben. Unterhaltsam, die Seele berührend, mit nachdenklich machenden Interpretationen hatten „Steffi und Friends“ die Kirchenbesucher auf eine musikalische Reise der etwas anderen Art mitgenommen. Nach zwei Zugaben verabschiedeten die Zuhörer die Musiker mit ganz großem Beifall. rdi