Jahrelang wurde geplant, weiterentwickelt, vorgestellt und weitergeplant. Man kann sich vorstellen, mit welchem Aufwand der 140 Millionen Euro „schwere“ Klinikneubau des Bezirksklinikums Obermain in Kutzenberg bereits verbunden ist, noch bevor der erste Bagger anrollt. Betreffend des ersten Bauabschnitts ist das Ende der bürokratischen Vorarbeit nun allmählich in Sichtweite, nachdem der Bauausschuss der Marktgemeinde den hierzu eingereichten Bauantrag einstimmig unterstützte.

Nichts Wesentliches geändert

Grundsätzlich grünes Licht hatte das Gremium dem Vorhaben ja bereits im Februar 2020 gegeben durch Inaussichtstellung des gemeindlichen Einvernehmens betreffend der damaligen Bauvoranfrage. Gegenüber der Bauvoranfrage habe sich auch nichts Wesentliches geändert, teilte Bauamtsleiter Gerhard Schneider in der Sitzung mit.

Bekanntlich beabsichtigt das Bezirksklinikum Obermain , die Klinik mit ihren psychiatrischen und somatischen Fachbereichen mit der Zielsetzung einer zukunftsfesten Organisationsstruktur in einem Neubau zusammenzuführen. Zu diesem Zweck sollen drei fächerförmig angeordnete Baukörper errichtet werden im Bereich des Hauses 11, welches in diesem Zusammenhang zu gegebener Zeit zurückgebaut wird.

Die Planungen sehen zwei Bauabschnitte vor. Der erste Bauabschnitt , den der zur Sitzung eingereichte Bauantrag betraf, beinhaltet die psychiatrischen Stationen mit 178 Betten. Ein künftiger zweiter Bauabschnitt hat den somatischen Bereich mit Rheumatologie und Pneumologie mit 100 Betten zum Gegenstand.

Patientengärten geplant

Der Plan zum ersten Bauabschnitt unter Mitwirkung der WGF Objekt Landschaftsarchitekten GmbH Nürnberg und Beeg Lemke Architekten GmbH München sieht neben Grünflächen, Umfahrungsstraße und Zufahrten als Rahmenbedingungen zwei als „Haus 100“ und „Haus 200“ bezeichnete dreigeschossige Gebäudetrakte vor. Diese werden errichtet angrenzend an das derzeitige noch als Klinik für Psychiatrie , Psychotherapie und Psychosomatik Verwendung findende Haus 11. Eine umfassende Eingrünung und Patientengärten sind ebenso vorgesehen. Wert legt das Bezirksklinikum laut der Beschreibung auf wohnliches Ambiente und eine hohe Aufenthaltsqualität.

Durchblicke nach allen Seiten sind angedacht mit Orientierung aller Patientenzimmer nach außen ins Tal. Außerdem sieht der Plan einen gestuften Übergang zum historischen Bestand vor.

Wie schon bei der Bauvoranfrage vertrat das Gremium die Auffassung, dass sich die Bauwerke in Kombination mit der übrigen Gestaltung des Areals gut in die landschaftliche Umgebung einfügen und sah auch weiterhin keine Hindernisgründe. Die eine oder andere bürokratische Hürde ist freilich noch zu nehmen. Von einem angestrebten Baubeginn im Sommer kommenden Jahres ist die Rede.