Pfarrer i.R. Monsignore Gerhard Hellgeth hat am Reformationstag im Kreise seiner Pfarrgemeinde Sankt Kilian seinen 85. Geburtstag gefeiert.

Am Sonntagmorgen fand zunächst ein Gottesdienst in der Pfarrkirche statt, den der Jubilar zusammen mit Stadtpfarrer Georg Birkel zelebrierte. Im Anschluss musste der ehemalige Dekan viele Hände schütteln, und er wurde mit Dankesworten überhäuft. Statt Geschenken hatte der gebürtige Frankenwälder um Spenden für die Kongregation der Schwestern des Erlösers erbeten.

Bürgermeister Mario Schönwald überbrachte die Glückwünsche der Stadt Bad Staffelstein . Der Kirchenpfleger von Sankt Kilian, Peter Würker, gratulierte im Namen der Pfarrgemeinde und schenkte ihm ein Orgelkonzert, das am späten Nachmittag in der Pfarrkirche stattfand. Barbara Vetter beglückwünschte als Vorsitzende des Pfarrgemeinderates den Jubilar und dankte für alles, was er in dieser Zeit auf die Beine gestellt hat. Die Nothelferkapelle brachte dem Jubilar ein Ständchen. In den Jahrzehnten seines Schaffens als Pfarrer und Dekan hat er sich in kirchlichen und sozialen Vereinen engagiert, etwa als Präses der Kolpingfamilie Bad Staffelstein , als Vorstand des Caritasverbands Lichtenfels sowie für den Katholischen Frauenbund, die Pfadfinder oder die Katholische Landjugend . Jahr für Jahr ein besonderes Ereignis war für den früheren Stadtpfarrer die Gößweinsteiner Wallfahrt, die er meist komplett mitpilgerte. Seit seinem Ruhestand wohnt Gerhard Hellgeth in einem Apartment neben der katholischen Kindertagesstätte St. Anna. Weil er altersbedingt nicht mehr gut zu Fuß ist und das Autofahren aufgegeben hat, ist er auf die Unterstützung angewiesen. Sein Hobby ist die Mundart, die er Mitte der 1990er Jahre für sich entdeckte. Seither hat er über 800 Geschichten und eine Reihe von Theaterstücken gesammelt.

Ehrungen

Gerhard Hellgeth wurde in Steinwiesen im Landkreis Kronach geboren und am 19. März 1962 in Bamberg zum Priester geweiht. Er kam zunächst nach Staffelstein, wo er zwei Jahre als Kaplan wirkte. 1965 wurde Hellgeth in das Aufseesianum nach Bamberg berufen, wo er die Schüler des Studienseminars als Präfekt bis 1972 betreute. Als er 36 Jahre alt war, bekam er endlich selbst eine Pfarrei – Staffelstein. Hier wirkte er schließlich 37 Jahre bis zu seiner Pensionierung als Stadtpfarrer .

Hellgeth bekam unter anderem die Ehrenmedaille der Stadt Bad Staffelstein und deren Ehrenbürgerschaft. Er erhielt die Oberfrankenmedaille und das Bundesverdienstkreuz.