Die drei Volksbanken und Raiffeisenbanken im Landkreis Lichtenfels haben sich in einem herausfordernden Gesamtumfeld behauptet. Dies geht aus einer Pressemitteilung zum Geschäftsbericht hervor.

Die Genossenschaftsbanken sind regional verwurzelt und überregional vernetzt. Das zahlt sich offenbar aus: Die Geschäftszahlen aus dem Jahr 2021 zeigen erneut, dass sich die Kreditgenossenschaften trotz globaler Krisen, einer verhaltenen Konjunktur und immer lauter werdenden Inflationsängsten gut entwickelten. Das Vorjahresergebnis konnte sogar verbessert werden: Das Kreditgeschäft wuchs, das Kreditvolumen stieg um 10,2 Prozent auf rund 1 Milliarde Euro. Davon entfiel der Großteil auf langfristige Ausleihungen.

Auch bei den Kundengeldern legten die drei Genossenschaftsbanken zu. Das von den Instituten insgesamt betreute Kundenvolumen stieg um 8 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Viel Geld haben die Kunden im Jahr 2021 über die Verbundpartner in Aktien, Fonds und Versicherungen angelegt. Kreisverbandsvorsitzender Thomas Siebenaller: „Das starke Verbundgeschäft ist ein Vorteil für Banken und Kunden. Die Kunden profitieren in der Negativzinsphase von potenziell renditestarken Anlageprodukten. Die Banken bauen ihr Provisionsgeschäft aus und machen sich unabhängiger von der Zinsentwicklung.“

Die Bilanzsumme der drei Volksbanken Raiffeisenbanken im Landkreis liegt mit 2,2 Mrd. Euro auf einem neuen Rekordwert (plus 5,7 Prozent). Der Erfolg ist auf die permanente Anpassung ihres Geschäftsmodells an die sich wandelnden Gegebenheiten zurückzuführen. Diese Veränderungsfähigkeit ist im Wettbewerb zentral.

Hohe Baukosten haben Effekt

Seit Jahresbeginn ist ein Rückgang bei den Wohnungsbaukrediten um 25,6 Prozent festzustellen. Das liegt an den gestiegenen Baukosten sowie den Konditionen für Wohnungsbaukredite.

Aufgrund der Zinssituation hat sich das Interesse der Kunden an klassischen Anlagen wie Spar- und Sichteinlagen abgeschwächt. Privat- und Firmenkunden vertrauten den heimischen Genossenschaftsbanken 1,66 Mrd. Euro an (plus 5 Prozent).

Ihr Erspartes halten die Kunden vornehmlich in flexiblen Sichteinlagen. Das Geschäft mit den Verbundpartnern wurde sukzessive ausgebaut. Die Einlagen bei den Verbundpartnern betrugen rund 973 Millionen Euro. Gerade in Zeiten von Null- und Negativzinsen suchen, laut Pressemitteilung, Kunden mehr denn je Alternativen zur Zinsanlage in potenziell renditestarken Anlageklassen. Das Provisionsergebnis der Institute wuchs insgesamt um 4,1 Prozent. red